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Den Wald retten – mit Messer und Gabel

Stand März 2013
Die größte Gefahr für die Waldbestände unserer Erde ist nicht der Handel mit Holz, sondern die ressourcenverschlingende Tierwirtschaft und damit der Konsum tierischer Produkte.

Anlässlich des Internationalen Tag des Waldes muss die Botschaft sein:
Wir können unseren Wald und die Bäume durch eine vegane Ernährung schützen!

 

Riesige Regenwaldflächen fallen dem Hunger nach Fleisch zu Opfer
Fleisch: Neben Mord auch Umweltzerstörung

Die größte Gefahr für den Regenwald ist nicht der Verzehr von Sojadrink, Tofu oder anderen Sojaprodukten. Es ist die Intensivtierhaltung von Milliarden Rindern, Schweinen und Hühnern für den menschlichen Fleischkonsum. Denn um Platz für Weideflächen oder zum Anbau von Futterpflanzen zu schaffen, wurden allein in Südamerika in den letzten 4 Jahrzehnten fast 40%des Regenwaldes gerodet, um Futter für die so genannten „Nutztiere“ zu erzeugen. Im Amazonasgebiet fielen sogar 70%vorher bewaldeter Flächen der Tierwirtschaft zum Opfer. Davon wichen seit 1970 neun von zehn Hektar gerodeter Waldflächen allein für die Bereitstellung von Weideland. Die Welternährungsorganisation der UN geht von einer durchschnittlichen Rodung von jährlich 3 Millionen weiterer Hektar Regenwald aus. Hierzu noch ein Vergleich, der die Dimensionen veranschaulicht: Zwischen 2001 und 2004 wurde allein im brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso eine Fläche doppelt so groß wie das Saarland, nämlich 540.000 Hektar, vernichtet (1, 2, 3, 4).

Große Flächen werden gefällt oder gerodet, da Tiere ein Vielfaches an Futter brauchen, um Fleisch oder Milch zu „produzieren“. Über 50% der weltweiten Ernten, bei Soja sind es sogar 90%, landen heutzutage nicht mehr auf dem Teller, sondern im Trog. Deutschland kann seinen Bedarf an Tierfutter alleine nicht decken und ist momentan auf Futtermittelimporte in Höhe von über 6 Millionen Tonnen angewiesen, da die Tierzahlen und unsere Gier nach Fleisch längst von der hier zur Verfügung stehenden Fläche entkoppelt sind (1, 3, 5, 6).

Doch nicht nur die Regenwälder leiden unter unserem Fleischkonsum

Die Intensivtierhaltung verschlingt nicht nur viele Ressourcen, sie verursacht zudem auch noch enorme Emissionen. Dies schädigt Wald und Bäume hier vor Ort und macht die Landwirtschaft zu einem der schlimmsten Waldfeinden, mehr als jeder vierte Baum hierzulande ist beschädigt. Im Waldzustandsbericht des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz zeigt sich deutlich, dass die Landwirtschaft enorm an der Schädigung der Wälder durch Stickoxide aus Düngemitteln und Intensivtierhaltung sowie Ammoniakemissionen von 85% mitverantwortlich ist (7, 8, 9).

Weniger Bäume, mehr Klimawandel, geringerer Artenreichtum

Alle Bäume, aber vor allem die Regenwälder als unsere grüne Lunge, sind lebensnotwendig für die Erde, denn sie binden CO2 und wandeln ihn in Sauerstoff um. Durch die Rodung und das Absterben von Bäumen wird jedoch CO2 frei und außerdem fehlen diese Bäume dann für die Bindung und Umwandlung der Treibhausgase. Allein die Rodung von Wäldern verursacht etwa 17% der weltweiten Treibhausgase, bis zu 51% entstehen durch die gesamte Tierwirtschaft.

Die Rodung des Regenwaldes ist nicht nur für unser Klima problematisch – zahllosen Pflanzen- und Tierarten verlieren dadurch ihren Lebensraum, viele davon sind noch nicht einmal entdeckt, und sterben unwiederbringlich aus. Leider ist keine Besserung in Sicht, so wurde 2011 in Brasilien sechsmal mehr Wald gerodet als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, und das neue brasilianische Waldgesetz erleichtert Rodungen statt sie zu verhindern (1, 10, 11, 12).

 

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Wie Sie tun können

Die vegane Lebensweise ist nachweislich umweltfreundlich und verbraucht weniger Ressourcen wie Land oder auch Wasser, als die Herstellung tierischer Produkte. Gerade mit seiner Ernährung kann man sehr viel zum Schutz unserer (Regen)Wälder beitragen. Stellen Sie deshalb Ihren Speiseplan um und werden Sie vegan – für die eigene Gesundheit, die Tiere und die Umwelt! Tipps, Informationen und Rezepte, die den Umstieg erleichtern, gibt es in PETAs kostenloser Veggie-Broschüre.

 

Literaturhinweise:
1) Worldwatch Institute, 2004: Meat. No it’s Not Personal
2) Zeit Online, 2010 http://www.zeit.de/2010/21/E-Fleisch-Oekologie-Klimaschutz/seite-2
3) Food and Agriculture Organisation, 2006: A Livestock’s Long Shadow
4) Zeit Online, 2007 http://www.zeit.de/2007/04/Kuh
5) Forum Umwelt & Entwicklung, 2010: Fleisch vom nächsten Planeten.
6) Deutscher Bundestag, Drucksache 16/5346
7) Zeit Online, 2010 http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2010-01/wald-bericht-schaden
8) Der Spiegel, 2007 http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,467672,00.html
9) Der Spiegel, 2004 http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,331931,00.html
10) The Guardian, 2009 http://www.guardian.co.uk/environment/datablog/2009/sep/02/meat-consumption-per-capita-climate-change
11) Worldwatch Institute,: 2009: Livestock and Climate Change
12) Zeit Online, 2011 http://www.zeit.de/2011/22/Regenwald