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Walfang auf Färöer Inseln hat begonnen: PETA fordert Ende der blutigen „Tradition“

 
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150.000 Menschen beteiligen sich an Unterschriftenaktion

Stand Juni 2015
Stuttgart, 10. Juni 2015 – Sie werden gejagt, abgeschlachtet und verbluten qualvoll: Am vergangenen Samstag hat das alljährliche Walschlachten in den Buchten der Färöer Inseln begonnen. Obwohl es Mitgliedern der Europäischen Union verboten ist, Wale zu töten und Dänemark den Walfang eingestellt hat, finden auf den dänischen Färöer Inseln alljährlich Hunderte Grindwale den Tod. Die Inselgruppe verfügt zwar über unabhängige Gesetze, ist aber dennoch ein Teil Dänemarks und unterliegt somit ebenfalls dem EU-Walfangverbot. PETA Deutschland e.V. fordert seit Jahren das sofortige Ende des grausamen Rituals. Interessierte können sich in einer Online-Petition an dem PETA-Protest beteiligen.
 
„Dänemark muss endlich eingreifen und dem brutalen Gemetzel auf den Färöer Inseln ein Ende setzen“, so Vanessa Reithinger, Fachreferentin für Wildtiere bei PETA Deutschland e.V. „Eine verstaubte Tradition kann niemals den Tod unzähliger Tiere rechtfertigen.“
 
Überwiegend in den Sommermonaten werden auf der Inselgruppe zwischen Schottland und Island bis zu tausend Grindwale (Pilotwale) und Schnabelwale sowie Delfine getötet. Fischer treiben die Wale mit Motorbooten in die Buchten, rammen ihnen Metallhaken in die Blaslöcher und durchschneiden den Tieren mit sogenannten Grindmessern das Rückgrat und die Halsschlagadern. Die Tiere verbluten langsam: Manche Wale schwimmen stundenlang im Blut ihrer Familienangehörigen und versuchen, diese zu retten – panisch vor Angst, da sie ahnen, was auch mit ihnen passieren wird.
 
Das als Grindadráp bezeichnete Walschlachten geht bis ins 16. Jahrhundert zurück und diente einst dem Nahrungserwerb. Heutzutage wird das blutige Spektakel von den Waljägern als eine Art traditionelles Ereignis mit Volksfestcharakter fortgeführt.
 
Mehr als 150.000 Menschen haben sich bereits an der Unterschriftenaktion der Tierrechtsorganisation beteiligt und ihren Protest an den Premierminister der Färöer-Inseln, die Dänische Botschaft in Berlin sowie an den dänischen Premierminister gerichtet. 2010 gab es kurzzeitig Grund zum Optimismus, doch dann rechtfertigte Dänemark das Schlachten mit der Unabhängigkeit der Färöer Inseln und der langjährigen Tradition des Massakers.


Weitere Informationen:
PETA.de/WaleFaroe
 
Kontakt:
Jana Fuhrmann, +49 (0)711 860591-529, JanaF@peta.de