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Der Tierquäler von Walkendorf

Erfolg!

2.12.2011: Nachdem örtliche Tierschutzorganisationen auf unser Video aufmerksam und der Tierhalter aufgrund PETAs Internetkampagne mürbe wurde, konnten die Organisationen alle drei Hunde, vier Schafe sowie das Pferd in seine Obhut nehmen. Die Hasen waren nicht mehr vor Ort, ebenso der Papagei. Hierzu schweigt der Tierquäler. Die beiden Enten konnten noch nicht eingefangen werden.
Wir haben Anzeige gegen die untätigen Behörden erstattet und Akteneinsicht beantragt.

Unterstützen Sie unseren Aktionsaufruf für ein konsequentes Halteverbot

Stand März 2012
Walkendorf in Mecklenburg-Vorpommern. In dem kleinen Ort mit gerade mal 460 Einwohnern treibt ein Mann seit Jahren sein Unwesen. Auf einem heruntergekommenen Grundstück am Ortseingang hält er etliche Tiere. Derzeit befinden sich dort drei Hunde, einige Kaninchen, eine kleine Schafherde, ein einzelnes Pony, Tauben, Enten, Gänse und vielleicht noch weitere Tiere in verschlossenen Gebäuden. Immer wieder wurde das zuständige Veterinäramt auf unhaltbare Zustände hingewiesen, getan hat sich aber scheinbar nichts.

 

PETA-Ermittlerin Louisa und die gefährlichen Gegenstände auf dem Gelände.
PETA-Ermittler schalten sich ein
Als die PETA-Aktivisten, Louisa, Bernd und Stefan das Grundstück erreichen, finden sie vernachlässigte Tiere. Zwei von drei Hunden haben überhaupt nichts zu trinken. In ihren Einzelzwingern liegt schimmeliger Kot. Der dritte Hund wird abseits von den beiden anderen gehalten. Sein Trinkwasser ist eine braune Brühe in einem alten Kochtopf. Der Zwinger ist noch schmutziger als die anderen. Die Abmessungen entsprechen nicht einmal den gesetzlich verbindlichen Mindestanforderungen. Auslauf, so scheint es, bekommen diese Hunde nie.

Sterbende Tiere und Weiden voller Schrott
Eine ganze Batterie Kaninchenkisten steht unweit der Hundezwinger. Derzeit befinden sich vier Kaninchen in den engen Holzboxen. Auch sie bekommen nie Auslauf, was in Deutschland aber leider nicht mal gesetzeswidrig ist. Doch sie haben auch kein Trinkwasser. Eines der Tiere liegt im Sterben. Das ganze Gesicht scheint deformiert zu sein. Das Kaninchen atmet schwer. Dem Tierhalter kann das nicht entgangen sein.

Auf der Schaf- und Ponywiese liegen Scheiben herum, ebenso im baufälligen Stall. Nägel ragen aus den Wänden. Im Mist von Monaten befinden sich Netze. Auf dem Weg zu den der Witterung ausgesetzten Heuballen müssen die Schafe und das Pony über ein am Boden liegendes Metallzaunelement laufen. Auch ansonsten liegt überall Schrott auf der völlig verkoteten Weide herum.

 

Für dieses Kaninchen kam jede Hilfe zu spät.
Die Amtstierärztin relativiert die Verstöße
Die Polizei und das Veterinäramt werden hinzugezogen. Doch die Amtstierärztin relativiert das Elend gleich zu Beginn der Besichtigung, noch bevor sie die Hunde in den Zwingern und das sterbende Kaninchen gesehen hat. Man würde hier, zu so später Stunde, übertreiben. Die Weide wäre nicht schön, aber es gäbe keinen Draht oder andere Verletzungsmöglichkeiten. Die Netze, Gitter, Glasscheiben, Nagellatten und all den anderen Unrat hatte sie da jedoch schon zu sehen bekommen.

Auch vermutet sie, dass es sich gar nicht um nur einen Tierhalter handelt. Was angesichts der Tierschutzverstöße jedoch völlig irrelevant ist. Zwischendurch erwähnt sie, dass man ohnehin nicht wisse, wohin man die Hunde bringen solle, würde man hier durchgreifen, und rechtfertigt damit die offensichtliche Tierquälerei.

Zu einer Beschlagnahme kam es nicht. Es liegen derzeit auch keine Informationen vor, dass ein Tierhalteverbot ausgesprochen wurde. Daher ist es wichtig, dass viele Menschen ihren Unmut über diese untragbare Situation beim zuständigen Veterinäramt kundtun.

Das Kaninchen ist während des Einsatzes gestorben. Als Bernd das tote Tier umdreht, sind deutlich Maden im Bereich des Auges – oder was davon übrig ist – zu sehen. Wahrscheinlich hat es tagelang so gelegen.

Kein Einzelfall
PETA Deutschland werden immer wieder solche und ähnliche Fälle gemeldet. Immer wieder begutachten die Aktivisten Grundstücke mit Tierhaltungen, die man so oder so ähnlich eher in bettelarmen Ländern erwarten würde. Doch in Sachen Tierschutz ist Deutschland noch viel zu oft ein Entwicklungsland.

 

 

Was Sie tun können

Leider greifen viele Veterinärämter bei Tierquälerei nicht hart genug durch. Aber Sie können helfen, die Ausbeutung und das Elend von Tieren zu beenden, in dem Sie Ihr Umfeld über die Missstände im Umgang mit Tieren auf, damit das Tierleid endlich ein Ende hat.

Immer wieder werden PETA Missstände in der Tierhaltung herangetragen. Helfen auch Sie dabei, diese Missstände an die Öffentlichkeit zu bringen und den Tieren ein besseres Leben zu ermöglichen.