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Wasen vegan: PETA zeigt, wo Tierfreunde zünftig schlemmen

 
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Stand September 2016
Stuttgart, 21. September 2016 – Feiern ohne Tierleid: In zwei Tagen beginnt der Wasen, zu dem rund 3,8 Millionen Besucher in Stuttgart erwartet werden. In diesem Jahr haben die Festzeltbetreiber noch einmal aufgerüstet und bieten Menschen, die tierfreundlich genießen möchten, eine bunte Palette veganer Leckereien an. Die Tierrechtsorganisation PETA verrät, wo es sich rein pflanzlich schlemmen lässt.
 
„Auf dem Wasen gibt es zwar noch nicht so viele vegane Gerichte wie auf dem Münchner Oktoberfest, doch die Stuttgarter Wirte lassen sich immer mehr pflanzliche Leckereien einfallen. So lässt es sich tierisch gut feiern!“, so Dr. Tanja Breining, Fachreferentin bei PETA.
 
Auf dem diesjährigen Cannstatter Volksfest gibt es eine Reihe von als explizit vegan gekennzeichneten Gerichten. Im Göckelesmaier-Festzelt warten gleich drei Schmankerl auf die Besucher: Traditionell schwäbisch, werden dort Wiesenkräuter-Maultaschen und ein Maultaschen-Salat serviert. Als Appetitanreger wird eine Karotten-Ingwer-Suppe geboten. In Grandls Hofbräuzelt dürfen sich Feiernde auf frittierte Mais-Nuggets mit veganer Knoblauch-Mayo und Chili sin Carne freuen. Klauss & Klauss haben in ihrem Dinkelacker-Festzelt Schupfnudeln mit Fildersauerkraut auf der Speisekarte. Freunde der kalten Küche finden auf Schmids Wasen Alm ein herzhaftes Bauernbrot mit weißem Rettich oder einen Quinoa-Salat auf einem Rote-Beete-Carpaccio beim Wasenwirt. Natürlich gibt es auch die üblichen Verdächtigen wie Brezeln, Pommes Frites und Salate – ganz ohne Tierleid.
 
Für den Verzehr der zahlreichen Fleischgerichte in den Festzelten dagegen werden unzählige Tiere qualvoll getötet. In Deutschland werden 95 Prozent der Rinder, 97 Prozent der Hühner und 99 Prozent der Schweine auf engstem Raum, meist ohne Tageslicht gehalten. 100 Prozent der Tiere sterben einen vorzeitigen und gewaltvollen Tod im Schlachthaus, wenn sie die Mastzeit überhaupt überleben – egal, aus welchem Betrieb sie stammen. Die Kastration von Ferkeln und Enthornungen bei Kühen finden ohne Betäubung statt, Hühnern brechen aufgrund des angezüchteten zu schnellen Wachstums die Knochen. Die Tiere haben, genau wie die Tiere aus Biobetrieben, ein entbehrungsreiches Leben und stressvolle Transporte hinter sich, bevor sie qualvoll im Schlachthaus sterben – denn keine Betäubungsmethode ist schmerz- und stressfrei für das Tier. Aufgrund von Fehlbetäubungen werden Rinder, Schweine und Hühner häufig bei vollem Bewusstsein getötet. Laut Angaben der Bundesregierung sind je nach Betäubungsart 3,3 bis 12,5 Prozent der Schweine und vier bis über neun Prozent der Rinder nicht ausreichend betäubt, wenn Arbeiter sie an einem Bein aufhängen und ihnen kopfüber die Kehle durchtrennen. In absoluten Zahlen sind dies jährlich weit über 300.000 Rinder und bis zu 7,5 Millionen Schweine – die Dunkelziffer liegt wahrscheinlich weitaus höher. Für Hühner und Puten wurde noch keine Fehlbetäubungsrate ermittelt, was unter anderem damit zusammenhängen könnte, dass diese Tiere im Schlachthof nur in Tonnen und nicht als einzelne Individuen angegeben werden.
 
PETA vertritt die Ansicht, dass Tiere nicht dazu da sind, für die menschliche Ernährung ausgebeutet zu werden. Veganer führen nicht nur ein gesünderes Leben, jeder Einzelne bewahrt auch bis zu 50 Tiere pro Jahr vor dem Tod in Tierfabriken, Schlachthöfen oder auf Fischerbooten. Mit dem kostenlosen Veganstart-Programm der Tierrechtsorganisation gelingt der Umstieg auf eine rein pflanzliche Ernährung spielend leicht. PETA Deutschland e.V. ist die größte Interessenvertretung vegan lebender Menschen in Deutschland.
 
Weitere Informationen:
Veganstart.de
PETA.de/Ernährung
 
Kontakt:
Jana Fuhrmann, +49 (0)711 860591-529, JanaF@peta.de