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30 Millionen Euro für eine Lagune mit Leck

PETA fordert Einstellung der Delfinhaltung

Stand: 21. Juni 2012

Nürnberg / Gerlingen, 21. Juni 2012 – Nach dem Bekanntwerden der Mehrkosten für den Ausbau des Delfinariums in Nürnberg, der nunmehr rund 30 Millionen Euro kosten soll, übt PETA Deutschland e.V. erneut scharfe Kritik an dem Tiergarten – zumal auch der von der Tierrechtsorganisation enthüllte Leck in der Lagune, aus dem seit knapp einem halben Jahr Salzwasser austritt und damit die Waldflora zerstört, die Unkosten noch weiter in die Höhe treiben wird. PETA fordert die Geschäftsführung dazu auf, die Delfinhaltung schlussendlich einzustellen.

„30 Millionen Euro für eine kleine Lagune mit Leck ist nicht nur Tierquälerei, sondern auch Verschwendung von Fördermitteln“, so Dr. Tanja Breining, Meeresbiologin bei PETA. „Der Tiergarten Nürnberg sollte dem Beispiel vom Zoo Münster und Conny-Land in der Schweiz folgen und die Delfinhaltung aufgeben. Die so gewonnenen Millionen könnten in die Auswilderung der Delfine investiert werden.

Der Tiergarten Nürnberg steht schon lange in der Kritik von PETA. Die Organisation hatte vor einigen Wochen die zuständige Umweltbehörde über das Leck in der Lagune in Kenntnis gesetzt. Laut Experten gefährdet das aus dem nicht abgedichteten Weiher sickernde Wasser durch den erhöhten Chloridgehalt von >280 mg/l das Naturschutzgebiet, auf dem sich ein Teil des Tiergartens befindet – gemäß Trinkwasserverordnung liegt die zulässige Obergrenze bei 200 mg/l.

PETA fordert die Schließung der verbliebenen Delfinarien in ganz Europa. In Nürnberg und Duisburg sind bislang zwischen 80 und 90 Delfine in Gefangenschaft gestorben, vermutlich sogar weit mehr, denn die Zuchtbücher und Todeslisten werden von den Zoos geheim gehalten. Die Tiere vegetieren in engen Betonbecken dahin und sehen aufgrund ihres Lächelns nur fröhlich aus, sind es aber nicht. Im Ozean legen die Tiere täglich etwa 100 Kilometer zurück, sie erreichen dabei Geschwindigkeiten von bis zu 50 Stundenkilometer und tauchen bis zu 300 Meter tief.

PETA appelliert an die Bevölkerung, keine Delfinarien zu besuchen. Denn Delfine sind nur in den Weiten der Meere zu Hause.

Weitere Informationen:
www.peta.de/delfingefaengnisse

Kontakt:
Bartek Langer, 07156 17828-27, BartekL@peta.de
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