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Aktivisten in Tierkostümen demonstrieren für Transparenz bei Tierversuchen in Biberach

PETA fordert eine Webcam im neuen Tierversuchszentrum von Boehringer-Ingelheim

Stand: 24. November 2008

Kontakt: Dr. Tanja Breining, Tel. 07156/1782830, Mobil: 0173/6575668,

Biberach – Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. protestiert am Mittwoch vor dem Biberacher Rathaus gegen die geplanten Tierversuche im neuen Böhringer-Ingelheim-Zentrum und fordert Transparenz bezüglich den geplanten Versuchen. Eine Webcam soll aufzeichnen was in den Labor- und Sezierräumen vor sich geht. PETA-Aktivisten in Kostümen von Tieren, die laut Bauplan bei Boehringer-Ingelheim 2009 gequält werden, Schweine, Hunde, Kaninchen, Mäuse halten Plakat-Tafeln mit der Aufschrift: „Wie viele Schweine (Hunde, Kaninchen, Mäuse) quält Boehringer?“ Zugleich werden Unterschriften gegen das Tierversuchszentrum gesammelt.

Zeit: Mittwoch, den 26. November 2008, 11h30-12h30
Ort: Marktplatz, vor Rathaus in Biberach


Das neue Tierversuchslabor, das von Böhringer verharmlosend als „Forschungslabor“ umschrieben wird, soll nächstes Jahr in Betrieb gehen. Die riesige Anlage ist strengstens abgeschirmt. „Natürlich respektieren wir, dass jede Firma eine Privatsphäre hat. Aber wenn es um Tierversuche geht, müssen viele Fragen beantwortet werden: Wofür werden die Versuche gemacht? Welche Ergebnisse sollen erzielt werden? Woher stammen die Tiere? Welche Versuche müssen Sie ertragen? Was geschieht danach mit ihnen? Wie sind sie untergebracht und verpflegt?“, so Dr. Tanja Breining, Biologin bei PETA. Um mehr Transparenz zu gewährleisten, schlägt die Tierrechtsorganisation vor, dass in den Laborräumen Webcams installiert werden.

2007 nahm Boehringer-Ingelheim sämtliche Produkte vom Markt die den Wirkstoff Clobutinol enthielten, die, wie erst klinische Studien an Menschen zeigten und nicht Tierversuche, Herzrhythmusstörungen auslösen konnten. Vor Kurzem wurde eine Schlankheitspille von Sanofi Aventis vom Markt genommen und die Firma Bayer nahm bereits zwei tödliche Medikamente vom Markt. Andererseits haben viele Medikamente, die Menschen helfen, eine tödliche Wirkung bei Tieren, so z. B. Aspirin, das für Katzen tödlich ist, Penicillin für Meerschweinchen. Morphium wirkt beruhigend auf Menschen und Ratten, aber verursacht bei Katzen und Mäusen manische Erregungszustände.
„Wer in einem Land, wo der Tierschutz gleichrangig zum Menschenschutz in der Verfassung steht, Tierversuche an Tausenden von Tieren im Jahr mit letalem, qualvollen Ausgang durchführen will, muss mit offenen Karten spielen!“ so PETA.
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