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"Angler haben kurze Ruten" / PETA kritisiert Bremer "Slow Fisch"-Messe

Stand: 2. November 2010

Bremen / Gerlingen, 2. November 2010 – Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. stellt die These auf, dass lange Angelruten von Schwächen an anderer Stelle ablenken sollen. Diesem Vorwurf müssen sich auch die Veranstalter und Aussteller der Bremer „Slow Fisch“-Fischmesse stellen. PETAs Motiv zeigt einen Mann mit einer auf Gürtelhöhe platzierten Angelrute und dem Slogan „Müssen Sie irgendetwas kompensieren?“ Zusätzlich informiert PETA auf www.peta.de/HabenAnglerkurzeRuten über eine Studie des Wissenschaftsmagazins ScienceDaily. Demnach nehmen Männer, die mit ihrer eigenen Maskulinität unzufrieden sind, eher an Aktivitäten teil, die sie für traditionell „männlich“ erachten. Dazu gehört auch das Fischen bzw. „das Jagen und Töten von wehrlosen Lebewesen“. Aus diesem Grund hat PETA Aussagen und Maße von Anglern und ihren Partnern analysiert und die Forschungsergebnisse mit der durchschnittlichen Penisgröße von Männern in Verbindung gebracht. Anschließend entwickelten die Tierschützer eine Formel, um zu berechnen, wie mitfühlende Männer im Vergleich zu Anglern abschneiden. Auf der neuen Website finden User das Quiz sowie ein Maßband, um festzustellen, wie die eigene Maskulinität im Test abschneidet. Zu guter Letzt bietet PETA Tipps für fischfreundliche Freizeitaktivitäten.

„Man braucht einen in mehrfacher Hinsicht zu kurz geratenen Mann, um das Töten von wehrlosen Tieren als „Sport“ zu bezeichnen. Angeln ist ein grausames Hobby, denn Fische können genau wie alle anderen Tiere Schmerzen empfinden“, so Meeresbiologin Dr. Tanja Breining von PETA. „Unsere neue Kampagne ist ein Schlag unter die Gürtellinie – aber für einen guten Zweck!“ Das Eindringen des Angelhakens in den empfindlichen Mund der Fische, das Herausnehmen aus dem Wasser, das grausame Ersticken an Land oder das brutale Töten verursacht den Tieren erhebliches Leiden. Auch Fische, die nach dem Angeln direkt wieder freigelassen werden, sterben oft an entzündeten Wunden oder am Stress. Eine Auswertung von über 500 Studien hat ergeben, dass Fische intelligent sind, ein Langzeitgedächtnis besitzen und ein Bewusstsein für Zeit haben.

Interviewkontakt: Dr. Tanja Breining, Tel. 07156 / 17828-30, TanjaB@peta.de
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