Schimpansen-Export nach China möglicherweise illegal
Schimpansen-Export nach China möglicherweise illegal
Stand: 11. August 2009
Berlin, 11. August 2009 – Der Export von fünf Schimpansen der Privathalterin Christiane Samel aus Berlin-Hönow weitet sich laut Tierrechtsorganisation PETA zum Skandal aus. Nicht nur, dass die Affen in den chinesischen „Nanning Zoo“ abgeschoben werden sollen, der Wildtiere nach Auffassung von PETA nicht artgerecht hält. Ein Informant bestätigte gestern gegenüber PETA, dass Zoo-Tierhändler Werner Bode am Export teilweise beteiligt ist. Bode hat derzeit keine Lizenz zum Tierhandel. Er geriet 2008 durch einen Leoparden-Deal in die Schlagzeilen – die Staatsanwaltschaft Berlin ermittelt. PETA fordert den Export-Stopp sowie die Unterbringung der Schimpansen in einer seriösen Auffangstation.
„Der Schimpansen-Export weitet sich zu einem unerhörten Skandal aus!“, so Kampagnenleiter Frank Albrecht entrüstet. Nach unbestätigten Informationen wollen die Chinesen für Schimpansen, Tierhändler und Tierarzt rund 50.000 Euro zahlen. Dass Bode augenscheinlich „die Fäden im Hintergrund zieht“, findet Albrecht besonders empörend. Obwohl Bode laut zuständiger Veterinärbehörde offiziell keinen Tierhandel mehr betreibe, habe die Brandenburger Behörde den Export über Bode wohl genehmigt. „Das Brandenburger Veterinäramt schweigt sich über den Namen des Tierhändlers aus“, so Albrecht. „Doch unser Informant weiß aus sicherer Quelle, dass Bode an dem Fall beteiligt ist.“ Außerdem kritisiert der Tierrechtler, dass der beauftragte Tierarzt derselbe sei, der für Samel bereits im Februar 2009 vor dem Verwaltungsgericht Frankfurt/Oder ein Gutachten erstellt hat. Schon damals ging es um die laut PETA ungenügende Schimpansenhaltung Samels – die der Tierarzt im Gutachten jedoch „möglicherweise übersehen“ habe.
Interviewkontakt:
Kampagnenleiter Frank Albrecht
Fotos:
http://www.fotos.peta.de/categories.php?cat_id=49 Weitere Informationen:
www.peta.de/schimpansenchina