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Ausbruch eines Geparden aus dem Tiergarten Nürnberg

PETA übt schwere Kritik

Stand: 18. Januar 2012

Nürnberg / Gerlingen, 18. Januar 2012 – Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. hat die Nachricht vom Ausbruch eines Geparden aus dem Tiergarten Nürnberg mit Erschrecken zur Kenntnis genommen. Zugleich stellt sich die Frage: Wie sicher sind Zoobesucher? Presseberichten zufolge ist am Montag ein Gepard über die Mauer seines Geheges gesprungen und hat zwei Stunden lang die Besucher in Angst und Schrecken versetzt, ehe er mittels Betäubungspfeilen narkotisiert und eingefangen werden konnte. Zuvor noch stürzte sich das Tier auf ein Pony.
„Für das schnellste Landtier der Welt bedeutete der Ausbruch endlich mal so richtig durchstarten zu können und zumindest für zwei Stunden das Gefühl der Freiheit zu spüren“, so Carola Schmitt, Kampagnenleiterin bei PETA. „Für die Besucher bestand Lebensgefahr. Immerhin sind die Lieblingshappen der Geparde nicht Mäuse oder andere Kleintiere, sondern rund 60 Kilogramm schwere Lebewesen. Und dabei unterscheiden Geparden nicht zwischen Menschen- und Tierfleisch.“

Aufgrund der hohen Erfolgsquote des Geparden bei der Jagd und des arttypischen Jagdverhaltens hätte der Ausbruch laut PETA auch folgendes Ende nehmen können: Das Tier läuft mit einer Geschwindigkeit von 120 Stundenkilometern in die Beine eines Besuchers. Der Besucher verliert daraufhin das Gleichgewicht und fällt zu Boden. Der Gepard drückt ihm mit seinen Zähnen die Kehle zu, der Besucher erstickt. Der Gepard verschlingt genüsslich seine Beute.
PETA bemängelt grundsätzlich die Haltung exotischer Tiere in Gefangenschaft. Wie Geparden auch, stammen Exoten aus völlig anderen Breitengraden. Gerade im Winter ist ihre Bewegung noch wesentlich mehr eingeschränkt, als dies ohnehin schon der Fall ist in den durchweg engen Gehegen von Zoos.
Zudem ist der Tiergarten Nürnberg einschlägig vorbelastet: Nicht nur, dass hier die systemtierquälerische Delfin-Lagune gebaut worden ist; PETA erinnert an den Eisbärenausbruch im Jahr 2000, als ein Eisbär sogar erschossen werden musste.

PETA zweifelt schon lange an der fachlichen und persönlichen Zuverlässigkeit der Tiergarten-Verantwortlichen in Nürnberg.

Weitere Informationen:
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Kontakt:
Bartek Langer, 07156 17828-27, BartekL@peta.de
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