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Unsere ausführliche Kritik am Tierpark Berlin

Hybridzuchten aber auch Inzucht- und Inzestzuchten sind in den europäischen und internationalen Zuchtprogrammen nicht erwünscht und sollen eigentlich auch auslaufen. Dennoch werden in Berlin solche unnatürlichen Zuchten, die zudem ein größeres Gesundheitsrisiko (Inzuchtdepressionen) für den Nachwuchs in sich bergen, gezielt, und daher unverantwortlich und tierschutzwidrig herbeigeführt.
Ein weiterer Zoo-Widerspruch solch einer "Mischlings-Zucht" ist, dass solche in Zookreisen unerwünschten Zuchten Jahre später über Umwege wieder in die "reinrassige Zucht" gelangen könnten. Es verwundert daher auch nicht, dass der Tierpark in einigen Zuchtprogrammen wohl offensichtlich nicht mehr vertreten ist.

Da für solche Mischlings-, Inzest- und Inzuchten kaum noch seriöse Abnehmer unter den wissenschaftlich geführten Zoos zu finden sind und diese Individuen letztendlich dann auch nur noch für den dubiosen Tierhandel interessant erscheinen, muss diese nicht länger haltbare Zuchtpolitik endlich beendet werden.

Auch diese unverantwortliche Zucht ("artenreichster Zoo Deutschlands") des Zoodirektors widerspricht der so genannten Art-Erhaltungszucht, die Zoos fragwürdiger Weise immer noch vorgeben erfolgreich durchzuführen, da ein „spurlos“ verschwindender Nachwuchs dieser "Erhaltungszucht" nicht mehr zugeführt wird. Um eine Tierart erhalten zu können, benötigt man jedoch eine große genetische Vielfalt (Individuen).

Das Schicksal dieses Tierpark-Leoparden in Frankreich zeigt auch wieder auf traurige Art und Weise, dass eine Tierabgabe an den Tierhändler Werner Bode keinesfalls einhergeht mit den Grundsätzen des EAZA Ethic-Codex, dessen Mitglied der Tierpark Berlin ist, und in dem sich der Tierpark für eine seriöse Abgabe und eine artgerechte Unterbringung seines Nachwuchses verpflichtet.
Ein Privathalter oder ein Zirkusunternehmen ist keine Garantie für eine arterhaltende und artgerechte Tierhaltung. Es ist auch definitiv keine "wissenschaftlich geführte und zoologisch anerkannte Einrichtungen".

Wie lange noch darf der Zoo- und Tierparkdirektor Blaszkiewitz den mehr als dubiosen Tierhandel gerade mit Überschuss- und Mischlingsnachwuchs beliefern? Wie lange noch darf er diese Geschäftemacherei als Erhaltungszucht, als Artenschutz und als seriöse Tierabgaben bezeichnen?

Und wir fragen uns, wie lange sich Berlin noch vom Zoo- und Tierparkdirektor an der Nase herumführen lassen will?

Was muss noch alles passieren, bis das Maß voll ist?

Wir fordern erneut den Rücktritt des Zoo- und Tierparkdirektors!