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Ausstellung: Weltgrößte Patchwork-Decke für Meerestiere
Ulmer Münster – Montag, 10. Mai 2010

Stand: 7. Mai 2010

Kinder, jugendliche und erwachsene Fisch-Freunde aus der ganzen Welt haben gemeinsam eine riesige Patchwork-Decke genäht. Über 100 Quadrate, jedes 400 cm2 groß, wurden von Teilnehmern aus allen US-Staaten und aus Deutschland angefertigt. Die Decke besteht aus mehreren Teilen und bedeckt fast 280 m² Fläche. Das Thema jedes einzelnen Motivs: Zeigt Mitgefühl für Meerestiere! Nach einer Tour durch die USA präsentiert die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. das Quilt am Montag erstmals der deutschen Öffentlichkeit. Beim Baumrondell Bek mit Blick aufs Ulmer Münster können Passanten die vielfältigen Motive der Decke bestaunen. Außerdem verteilen als Fische verkleidete Aktivisten Flyer mit Informationen über Fisch, Hummer & Co. Transparente mit den Slogans „Fischen tut weh!“ und „Rettet die Weltmeere!“ sollen zum Umstieg auf die vegane Ernährung motivieren.

Wann? Montag 10. Mai, 12-13 Uhr
Wo? Münsterplatz, Höhe Baumrondell Bek in der Hirschstraße


Kontakt vor Ort: Meeresbiologin Dr. Tanja Breining, Mobil 0173 / 6575668
Weitere Informationen und Fotos der Decke auf: http://www.fischen-tut-weh.de/


Hintergrundinformation
„Die ganze Welt spricht von Überfischung, aber niemand möchte auf seinen Fisch verzichten. Das muss sich ändern, wenn wir die Meere retten wollen!“, erklärt Meeresbiologin Dr. Tanja Breining. Die Anzahl der jährlich getöteten Fische wird nicht mehr in Individuen sondern in Tonnen gemessen: 100 Millionen Tonnen Fisch werden jährlich aus den Weltmeeren gezogen, 55 Millionen Tonnen Fisch auf so genannten Aquafarmen produziert. Viele Tiere leben noch, wenn sie aufgeschnitten, ausgenommen oder eingefroren werden. Hummer werden lebend in kochendes Wasser geworfen. Delfine überall auf der Welt abgeschlachtet und eingesperrt. Tintenfische nach dem Fang lebend zerrissen und erstickt. Meerestiere sind entgegen den Aussagen der starken Fischlobby nicht gesund, sondern enthalten aufgrund fortschreitender Verunreinigung der Gewässer immer höhere Konzentrationen an Schadstoffen. Dazu zählen unter anderem Quecksilber, das laut aktuellen Studien in den meisten Fischen enthalten ist. Laut Wissenschaftlern des Mahavir Hospital and Research Centre enthält Fisch zudem PCB, das bei Menschen zu Unfruchtbarkeit führen kann. In Sushi und Maki wurden außerdem im Sommer 2008 in einer Untersuchung Fäkalkeime und Staphylokokken nachgewiesen.
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