peta.de

Netzwerk
www.peta.de/netzwerk
ThemenLifestyleAktiv werdenVideosÜber PETASpendenShop

Berlin stoppt Eisbärenzucht – PETA begrüßt die Entscheidung als richtungsweisend

Stand: 8. Mai 2011

Berlin / Gerlingen, 8. Mai 2011 - Der Berliner Zoo will die Nachzucht von Eisbären zunächst aussetzen, bis die Umstände um den im März verstorbenen jungen Eisbären Knut geklärt sind. PETA Deutschland e.V. lobt nun die Zoo-Verantwortlichen für ihre Entscheidung, denn damit sei eine der Hauptforderungen der Tierschützer erst einmal erfüllt. Wichtig sei nun, dass das Wohl der Tiere endlich wieder an erster Stelle steht, nachdem in Berlin jahrelang die Gewinnmaximierung im Vordergrund stand. Dafür müsste PETA zu Folge die Eisbären-Nachzucht in Berlin dauerhaft gestoppt werden, da Eisbären nach Auffassung so gut wie aller namhafter Experten außerhalb ihrer natürlichen Verbreitungsgebiete nicht artgerecht leben können.

„Der Zoo Berlin könnte sich mit dieser zukunftsweisenden Entscheidung wieder an die Spitze der ethisch und tierschützerisch denkenden zoologischen Einrichtungen setzen. Es würde Signalwirkung für alle anderen haben.“ so PETAs wissenschaftlicher Berater Dr. Edmund Haferbeck.

PETA hatte in 2010 eine große Studie über Eisbären in deutschen Zoos herausgegeben und kam zu dem Ergebnis, dass über 85% der Eisbären Verhaltensstörungen aufweisen, weil ihr Leben in Gefangenschaft nicht artgerecht gestaltet werden kann, auch nicht in sog. Vorzeigezoos, die alle Mindestvorgaben der WAZA und der Zooleitlinien einhalten. Auch der Frankfurter Zoodirektor Manfred Niekisch hatte schon 2008 erklärt, dass Eisbären für die Haltung in Zoos nicht geeignet seien, da ihr natürlicher Lebensraum einfach viel zu groß sei.

Weitere Informationen auf http://www.peta.de/eisbaeren


Interviewkontakt: Dr. Edmund Haferbeck, Mobil 0171 / 4317387, EdmundH@peta.de

PETA.de FAQ Mitglied werden Infomaterial bestellen Presseinformationen