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Berliner Zooskandal & kein Ende: Wie sehr leiden die Brillenbären im Tierpark?

PETA Deutschland e.V. stellt erneut Strafanzeige gegen den Direktor des Berliner Tierparks & fordert seinen sofortigen Rücktritt

Stand: 26. Mai 2008

Kontakt: Frank Albrecht, 07156-17828 35

Gerlingen/ Berlin – Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. wirft dem Zoo- und Tierpark-Direktor Dr. Blaszkiewitz vor, auf ignorante Art und Weise Geburtenkontrollen bei den Brillenbären unterlassen und damit zusätzlich beengte tierquälerische Haltungsbedingungen herbeigeführt zu haben. So müssten sich derzeit 10 Brillenbären, nur im Wechsel, eine Außenanlage von ca. 500 qm und eine Innenanlage von nur ca. 40 qm teilen, was für die Tiere extreme Tierquälerei bedeutet.

„Für diese zehn Brillenbären, die eigentlich reine tag- und dämmerungsaktive Einzelgänger sind, können diese beengten und unnatürlichen Haltungsbedingungen nur Qualen und Leiden bedeuten. Der Innenbereich muss, aufgrund von Rangkämpfen und des Mutterschutzverhaltens, für die Bären die Stresshölle sein“, so Frank Albrecht, Zooexperte von PETA Deutschland e.V. „Unsere monatelangen Beobachtungen beweisen, dass seit der Abgabe der zwei Berliner Brillenbären 2007 an den Tierpark jedes Individuum nur im Wechsel in den Genuss von zusätzlichen Reizen der Außenanlage kommt. Das es trotz der beengten Bedingungen es nun noch zu weiteren Geburten kam, ist ein absoluter Tierschutzskandal.“

PETA Deutschland e. V. spricht im Fall der Brillenbärenhaltung im Berliner Tierpark sogar von einer „Traditionellen Tierquälerei“. Denn nach Recherche der Tierrechtler werden Bären bereits seit den 70iger Jahren, auf der sogenannten „Bärenschlucht“, nur im Wechsel gezeigt.

Der Strafanzeige gegen Dr. Blaszkiewitz liegt zudem ein Video vor, das Brillenbären Juan mit extremen Verhaltensstörungen zeigt. Solche Verhaltensanomalien (Stereotypien) sind, so PETA Deutschland e.V., klare Anzeichen für Qualen und Leiden.

„Dr. Blaszkiewitz zeigt als verantwortlicher Tierhalter wieder einmal ganz deutlich, was er wirklich von artgerechter, verantwortungsvoller Tierzucht und vom Wohlbefinden der Tiere hält. Dass aber die zuständigen Veterinärbehörden in Berlin Herrn Dr. Blaszkiewitz auch in diesem Fall gewähren lassen und offensichtlich nicht einschreiten, ist uns unbegreiflich.“ so Frank Albrecht, Zooexperte von PETA Deutschland e.V., abschließend. „Wir fordern erneut den Rücktritt von Zoodirektor Blaszkiewitz.“
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