Berliner Elefanten leiden in Russland
PETA veröffentlicht Fotomaterial zur tierschutzwidrigen Haltung
Stand: 23. September 2009
Berlin/Rostov, 23. September 2009 – Recherchen der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. belegen heute, dass für viele Tiere im russischen Zoo Rostov erschreckende Haltungsbedingungen herrschen. Aktuelle Fotos zeigen marode Käfige und eine riesige Baustelle anstelle des benötigten Elefantengeheges: Anlass für PETA, erneut die Abschiebung der drei asiatischen Elefanten Horas, Cinta und Yoma aus dem Tierpark Berlin nach Russland Anfang September zu kritisieren. PETA fordert den sofortigen Rücktransport der Berliner Dickhäuter.
„Diese Elefanten hätten niemals nach Rostov gehen dürfen“, kritisiert Zooexperte Frank Albrecht von PETA. Auf den Fotos ist zu sehen, dass die Elefanten in einem provisorischen und viel zu kleinen Haus eingepfercht wurden, weil der Bau des eigentlichen Geheges erst jetzt begonnen hat. Der Termin der Fertigstellung steht noch nicht fest, die Tiere müssen voraussichtlich noch einige Monate in der tierschutzwidrigen Unterbringung ausharren. PETA unterstellt Tierpark-Direktor Blaszkiewitz, die Elefanten nach Russland abgeschoben zu haben, damit in Berlin Baby-Elefanten als „Kassenmagnet“ nachgezüchtet werden könnten. Eine Eröffnung des russischen Elefantengeheges im November, wie sie Blaszkiewitz im August angekündigt hat, sei zeitlich nicht realisierbar. Die Tierrechtsorganisation wirft dem Zoodirektor unverantwortliches Handeln vor.
Anstelle des Elefantengeheges befindet sich eine riesige Baustelle © PETA
Interviewkontakt: Frank Albrecht, Tel. 07156 / 17828-35
Weitere Informationen:
http://www.peta.de/web/berliner.2580.html
Druckfähige Fotos:
http://www.fotos.peta.de/categories.php?cat_id=53