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Berliner Tierpark: PETA vermutet illegale Jagden durch Zoodirektor Blaszkiewitzuf

Staatsanwaltschaft nimmt nach PETA-Beschwerde Ermittlungen wieder auf

Stand: 26. Juli 2010

Berlin / Gerlingen, 26. Juli 2010 – Vor zwei Jahren, am 18. April 2008, erstattete Tierschützer Stefan K. Strafanzeige gegen Zoodirektor Blaszkiewitz. Der Vorwurf: unzulässige Jagdmethoden auf dem Gelände des Tierparks. Im Laufe der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft stellte sich heraus, dass im Zoo tatsächlich gejagt wurde – offensichtlich ohne Genehmigung. Und noch mehr: Der Tierpark hatte Ausnahmegenehmigungen zur Jagd beantragt, unter anderem auf Wildkaninchen und Haarraubwild (z. B. Füchse). Diese Ausnahmen lehnte die zuständige Behörde „Berliner Forsten“ jedoch strikt ab: „Ein nachhaltiger Schutz der Zootiere sowie des Lebensraumes vor eindringenden Wildtieren […] ist daher nur durch geeignete bauliche Maßnahmen (z. B. dichte Einzäunung der Anlage) zu erreichen.“ Auch die Berliner Senatsverwaltung bestätigte, dass es sich beim Tierpark Berlin „nicht um einen Jagdbezirk“ handelt. Dennoch stellte die Staatsanwaltschaft Berlin mit Bescheid vom 15. April 2010 die Ermittlungen ein. Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. (People for the Ethical Treatment of Animals) legte Beschwerde ein. Mit Erfolg: Die Staatsanwaltschaft teilte PETA am Mittwoch mit, dass die Ermittlungen wieder aufgenommen werden.
„Die Jagd im Tierpark hat absolut nichts mit Natur- oder Tierschutz zu tun!“, so Dr. Edmund Haferbeck, wissenschaftlicher Berater von PETA. „Die Begründung Blaszkiewitz‘, dass die im Zoo gefangen-gehaltenen Tiere durch die Bejagung von Kaninchen und Füchsen geschützt werden müssen, ist absurd. Dies alles spricht deutlich für die tierfeindliche Gesinnung des Zoodirektors“, so Dr. Haferbeck. PETA hofft jetzt auf schnelle Ermittlungsergebnisse der Behörden.

Weitere Informationen: www.peta.de/zoo
Interviewkontakt: Dr. Edmund Haferbeck, Tel. 07156 / 17828-28, EdmundH@peta.de
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