„Bio“-Hühnerstall Hennenberg erneut wegen wirtschaftskrimineller Umtriebe angeprangert
Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen bestätigt Ordnungsverfügungen
Stand: 28. Juli 2010
Velbert / Münster / Gerlingen, 28. Juli 2010 – Der sogenannte Bio-Hühnerstall Hennenberg an der Nordrather Straße in Velbert war nie „Bio“, weil – für jeden ersichtlich – die notwendigen Auslaufflächen fehlten. Doch die Verantwortlichen der Stadt Velbert haben den sogenannten „Bio“-Stall jahrelang geduldet, ebenso die Landesbehörden, die Forstbehörden und die Verantwortlichen der Stadt Wuppertal, die Hennenberg kürzlich sogar städtisches Land verkauft haben. Nach Veröffentlichung von Undercover-Videoaufnahmen von PETA Deutschland e. V. im Juni 2009 hat es neun Monate gedauert, bis die überregionalen Behörden endlich reagierten und Hennenberg das Bio-Siegel entzogen. Jetzt ermittelt das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen wegen Wirtschaftskriminalität.
„Alle Behörden haben zugeschaut, sich belügen und betrügen lassen. Schlimmer noch: Auf der Seite der Täter stehend haben sie kritische BürgerInnen, die dieses wirtschaftskriminelle Geflecht offenlegen, desavouiert. Wildwest im Westen!“, kritisiert der wissenschaftliche Berater von PETA, Dr. Edmund Haferbeck. Man müsse hier bereits von Organisierter Kriminalität sprechen. „Wenn es um Ausbeutung geht, sind Tiere immer die bedauernswerten Opfer! Gerade NRW entzieht sogenannten „Nutz“-Tieren jeglichen Schutzstatus; wir hoffen, dass sich dies ändern wird“, so Dr. Haferbeck in Anspielung auf die neue rot-grüne Landesregierung. Die allerschärfste Kritik richtet PETA jedoch an die Staatsanwaltschaft Wuppertal, welche die potenziell wirtschaftskriminelle Mehrwertabschöpfung zugelassen und nur zögerlich Ermittlungen aufgenommen hat. Noch im Juni 2010 schrieb die StA z. B. an PETA, dass die Vorgänge „ein unverzügliches Handeln der Staatsanwaltschaft nicht erfordern“. Weitere Informationen finden Sie auf: www.peta.de/bioeier
Interviewkontakt: Dr. Edmund Haferbeck, Tel. 07156 / 17828-28, EdmundH@peta.de
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