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Blutige PETA-Aktivisten als „Labor-Mäuse“ vor dem Willy-Brandt-Haus in Berlin

Heinz Kindermann (SPD) am Pranger der Tierrechtsorganisation


Stand: 27. April 2009

Kontakt: Dr. Tanja Breining, Mobil: +49 (0)173/6575668

Berlin – Das Europaparlament prüft derzeit eine neue EU-Richtlinie zur Überwachung von Tierversuchen innerhalb der Europäischen Union. Tierfreunde sind entsetzt über das Parlamentsmitglied Heinz Kindermann (SPD), der im Agrarausschuss einen Zusatz zum Vorschlagstext der Kommission anbrachte, der besagt, dass schwere und lang anhaltende Schmerzen bei so genannten „Versuchstieren“ in Zukunft nicht vermieden werden sollen, wie das die EU-Kommission bei der Überarbeitung der alten Richtlinie vorgeschlagen hatte. (Amendment 240, proposal for a directive Article 15 – paragraph 2). Aus Protest werden daher weiß-gekleidete, „blutige“ PETA-Aktivisten eingepfercht in einem Käfig vor den Bundeszentralen der beiden Parteien auf Schmerz und Leid von Mäusen und anderen Tieren aufmerksam machen. Aktivisten werden Schilder mit der Aufschrift: „SPD-SCHANDE: Heinz Kindermann für SCHMERZHAFTE TIERVERSUCHE!“ halten:

Dienstag 28. April
12h30 – 13h15 Uhr vor Willy-Brandt-Haus


Kindermann hat noch weitere Zusätze zum eigentlichen Vorschlag der Kommission angebracht, so auch die Minderung des Schutzes für Primaten, die Minderung der Transparenz bei den Versuchen und die mehrfache Verwendung von Tieren für Versuche.

PETA fordert nun die SPD-Partei auf, auf folgende Punkte zu drängen:
• Wiederaufnahme des Verbots von schwerwiegendem und lang anhaltendem Leid.
• Transparenz bei der Durchführung und Auswertung der Versuche.
• Keine erneute Nutzung von Tieren an denen bereits Tests durchgeführt wurden.

12 Millionen Tiere werden Jahr für Jahr zu Experimenten innerhalb der EU benutzt, unter ihnen Katzen, Hunde, Affen, Kaninchen. Eine wichtige Umfrage, die letzten Monat in Europa durchgeführt wurde, zeigt die Unterstützung der Bevölkerung für strengere Gesetze. Aus diesem Grund drängt PETA die Politiker die einmalige Gelegenheit der neuen Richtlinie zu nutzen, um effektive und angemessene Regulierungsvorschriften durchzusetzen um den Tierschutz, sowie die Wissenschaft, voranzutreiben.

Weitere Informationen finden Sie auf www.StopTierversuche.de
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