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Boehringer-Tierversuchszentrum ist nicht genehmigungsfähig

PETA Deutschland e.V. kritisiert Bauvorhaben und verweist auf die dunkle Vergangenheit des Pharma- und Chemiekonzerns

Stand: 25.06.2008

Kontakt: Dr. Edmund Haferbeck, Tel.: 07156/17828-28, mobil: 0171/4317387

Gerlingen/Hannover – Anlässlich der in Hannover stattfindenden Demonstration gegen die Errichtung eines Tierversuchszentrums des Pharma- und Chemiekonzerns Boehringer Ingelheim erklärt PETA Deutschland e.V. dieses Vorhaben als nicht genehmigungsfähig. PETA Deutschland e.V. verurteilt massiv die vollkommen falsche unternehmerische Ausrichtung, für die schon aus Klimaschutzgründen nicht zukunftsträchtige Massentierhaltung einen neuen Tierversuchs-Moloch am Standort Hannover einzurichten. Hannover stehe bereits durch die rückwärtsgewandte Tierversuchsforschung der THH deutlich in der Kritik.

„Die Errichtung eines neuen Tierversuchslabors ist ein Schritt in die falsche Richtung“, so Dr. Edmund Haferbeck, wissenschaftlicher Berater von PETA Deutschland e.V. „wer in einem Land, wo der Tierschutz mittlerweile seit 2002 gleichrangig zum Menschenschutz in der Verfassung steht, Tierversuche an tausenden von Tieren im Jahr mit letalem, qualvollen Ausgang durchführen will, muss sich völlige Verantwortungslosigkeit vorwerfen lassen.“

Für diesen Vorwurf gibt es unumstößliche Beweise aus der fragwürdigen Vergangenheit dieses Konzerns, der bereits durch mehrere Skandale in der Vergangenheit in die Kritik geraten ist. So ist Boehringer Ingelheim der hauptverantwortliche Konzern für einen der größten Umweltskandale Deutschlands, der Dioxin-Verseuchung der Hamburger Deponie Georgswerder mit erheblichen schädlichen Auswirkungen auf die Mitwelt. Die Allgemeinheit blieb auf einem Großteil der Sanierungskosten sitze. Im „Handbuch der tierischen Veredelung“ 1998 beruft sich Boehringer Ingelheim auf seinen Experten Dr. Roland Fechter. Dieser wurde als Kopf der Antibiotika-Mafia gerade für Schweinemäster in Österreich und Deutschland und wg. Zigarettenschmuggels zu einer fünfjährigen Haftstrafe und Berufsverbots verurteilt.

PETA Deutschland e.V. schließt wegen gewerblicher und persönlicher Unzuverlässigkeit eine Genehmigung aus, zumal jeder Handwerksbetrieb gem. § 35 GewO ein Entzug der Gewerbeerlaubnis drohen würde angesichts solcher Taten.

Allein die Vergangenheit des Konzerns, der in Hannover Tiere systematisch in Impfstoff-Versuchen quälen und töten will, obwohl es hierzu mittlerweile Alternativen ohne Tierversuche gibt, verbietet eine seriöse Auseinandersetzung mit dem Antragsteller. Boehringer Ingelheim ist übrigens mit demselben Vorhaben bereits in der Universitätsstadt Tübingen abgewiesen worden.
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