Buchtipps
Die Institution Zoo ist keine moderne und artgerechte Arche Noah. Wer sich ernsthaft und ehrlich die Mühe macht, einen Blick hinter die angeblich saubere Kulisse der Zoos zu wagen, wird schnell erkennen, wie verlogen die haltlosen Argumente der Zoos und deren Befürworter wirklich sind.
Nicht nur auf unserer Zoo-Homepage finden Sie ausreichende Argumente, die gegen eine Gefangenschaft von so genannten wilden Tieren sprechen, auch die unten aufgeführten Bücher vermitteln sehr ausführlich, dass der Zoo eher eine dem Untergang geweihte Titanic ist, in der die Tiere wie Museumsstücke in absoluter Enge gelagert werden.
Tierrechtsbücher gegen die Gefangenschaft von Tieren im Zoo:
Gefangen im Zoo
Tiere hinter Gittern
Herausgegeben von
Virginia McKenna,
Bill Travers und Jonathan Wray
Zweitausendeins VerlagFebruar 1993
ISBN 3-86150-000-0
Hat sich der Nutzwert zoologischer Gärten überlebt? In einer Zeit, in der jeder Interessierte Dokumentarfilme über freilebende Tiere in ihren natürlichen Lebensräumen sehen kann. Lange Zeit galten Zoos als was nettes, wohin man mit den Kindern ging. Immer mehr Menschen sehen in den Zoos qualvolle Gefängnisse für wilde Tiere. Zoomanager reden gern von Artenschutz, vom Zoos als Freizeitangebot und Bildungseinrichtung, denn wo sonst sieht der Mensch noch ein Tier? Dieses Buch öffnet den Blick für die Isolationsfolter der Gefangenschaft im Zoo. Wir erfahren, wie die Tiere abstumpfen, oft depressiv, wahnsinnig, zu elenden seelischen und körperlichen Wracks werden. Wie die Tiere vorzeitig an Krankheiten sterben oder wegen Überfüllung (z.B. durch Nachwuchs) der Käfige auch getötet werden. Die Autoren schreiben über ierpersönlichkeiten in freier Wildbahn, denken nach über das Einfrieren von Tierarten, sprechen über Alternativen zum Zoo.
Verrückt hinter Gittern
Emilio Sanna
übersetzt Sina Walden
Rowohlt Taschenbuch Verlag GmbH
März 1992
ISBN 3-499-19163-6
Wir kennen die schrecklichen Bilder.
Gegen Tierversuche gehen die Menschen heute auf die Barrikaden.
Die Grausamkeit von Experimenten, wie sie tagtäglich an Hunden und Katzen, Ratten und Mäusen, Affen, Ziegen, Schafen u. a. im Namen der Wissenschaft begangen werden, ist ins allgemeine Bewusstsein gerückt. Doch es gibt eine mindestens ebenso furchtbare Art, wie der Mensch den Tieren seine Überlegenheit aufzwingt: die Kasernierung wehrloser Geschöpfe in den Zoos. Millionen von Wildtieren werden durch diese naturwidrige Haltung buchstäblich um den Verstand gebracht. Was dem naiven Zoobesucher als Verspieltheit und Putzigkeit erscheint, ist in Wirklichkeit der Ausdruck des Irrsinns. Das kleine schaukelnde Äffchen schaukelt nicht aus Vergnügen und schon gar nicht zum Vergnügen des Publikums – es ist das Schaukeln des autistischen, verkümmerten Lebewesens. Menschliche Dummheit und Anmaßung macht die Tiere verrückt.
Die Illusion der Arche Noah
Gefahren für die Arterhaltung durch Gefangenschaftszucht
Eberhard Schneider / Hans Oelke / Herbert Groß
Echo VerlagSeptember 1989
ISBN 3-89136-442-3
Das Aussterben von Arten ist Bestandteil der erdgeschichtlichen Abläufe. Nicht so aber der Artenschwund, der uns heute den täglichen Verlust von Arten beklagen lässt. Er wird von uns Menschen verursacht, ist kein unausweichliches Schicksal. Wir müssen also nicht zusehen und, vor den lebenszerstörenden Kräften resignierend, Arten „in Würde sterben“ lassen.
Lösen sich aber die Probleme damit, dass wir Tiere und Pflanzen in Gewächshäusern, Zoos, Volieren und Terrarien halten und nachzüchten? Oder stellt „Artenschutz unter Draht“ eine neue Gefahr für die Arten dar, die sich aus einer Anmaßung der Verfechter ergibt, es der Schöpfung gleichtun zu wollen? Neuerdings als „Naturschutzstrategie“ propagiert, leistet die Gefangenschaftszucht sonst freilebender Arten manch’ finsteren Machenschaften Vorschub. Sie ist oftmals Deckmantel für unsägliches Leid von Tieren in modernen Menagerien und dient verirrten menschlichen Geistern als Tummelplatz. In ihren Beiträgen zum 1. Symposium über die neue Form der Artenbedrohung zeigen mehr als zwanzig kompetente Vertreter aus Forschung, Naturschutzpraxis und Verwaltung auf, dass Gefangenschaftszucht eine falsche Hoffnung ist, die nicht mehr als ein Alibi für das Versagen beim Schutz der Lebensräume darstellt und ihrer weiteren Zerstörung Vorschub leistet.
Tierliebe
Eine einseitige Beziehung
Gerhard StaguhnCarl Hanser Verlag1996
ISBN 3-446-18543-3
Wo hat in dem Netz der Beziehungen zwischen Mensch und Tier die sogenannte Tierliebe ihren Platz? Jenes Gefühl der Zuneigung, Fürsorglichkeit und Verständnisinnigkeit, das in unserer Gesellschaft moralisch so hoch dotiert ist?
Weshalb das, was als Tierliebe gilt, eine tief gestörte Beziehung des Menschen zur Kreatur und zu sich selbst sein kann, beschreibt Gerhard Staguhn in seinem Buch.
Tierliebe ist eine Fiktion. Weil das Tier nicht geliebt werden will. Sie ist schamloser Betrug am Tier, weil sie dessen Freiheit und Fremdheit missachtet. Tierliebe ist vor allem ein Stück Lebenslüge und ein fundamental falsches Selbstverständnis des Menschen, der nicht begreifen will, dass die Natur, dass die Tiere von der anthropozentrischen Gewalttätigkeit der Spezies Mensch befreit werden müssen.
Ein Buch für viele: den nachdenklichen Tierfreund vor allem, aber auch für denjenigen, der in der einseitigen Beziehung zwischen Mensch und Tier ein Symptom unserer machtfixierten Zivilisation erkennt, die Natur als beherrschbare, willenlose und auszubeutende Sache ansieht.
Zauber der Manege?
Der grausame Alltag der Tiere in Zirkus, Tierschau und Delphinarium
William Johnson
Rasch und Röhring Verlag1992
ISBN 3-89136-442-3
In einem aufrüttelnden Report schildert William Johnson, unter welchen erbärmlichen Bedingungen Wildtiere in Zirkussen, Tierschauen und Delphinarien gehalten werden. Er deckt die zum Teil kriminellen Machenschaften des internationalen Delphinhandels auf und beschreibt die Dressur-Methoden, mit denen die Wildtiere zu meist entwürdigenden Kunststücken gebracht werden.
Menschenrechte für die Großen Menschenaffen!
Das Great Ape Projekt
Paola Cavalieri /
Peter SingerDer Goldmann VerlagDezember 1996
ISBN 3-442-12727-0
Mit der Forderung nach Menschenrechten für die Großen Menschenaffen markiert das Great Ape Projekt ein neues Stadium in der moralischen Entwicklung der Menschheit. Nach der Erkenntnis, dass alle Menschen trotz aller Unterschiede gleich sind, das heißt: gleichen Anspruch auf den Schutz ihres Wohlergehens haben, liefert dieses Buch überzeugende Argumente, die deutlich machen, warum wir nun einen Schritt weitergehen müssen. Schimpansen, Gorillas und Orang-Utans, so die Forderung der Autoren, müssen in die Gemeinschaft der moralisch Gleichen miteinbezogen werden.
36 renommierte Wissenschaftler aus neun Ländern überzeugen mit provokanten Beiträgen zu der Frage, warum eine grundsätzliche Neubewertung des moralischen und rechtlichen Status unserer nächsten Verwandten notwendig ist.
Als die Tiere den Zoo verließen
Elisabeth Schmidauer
Esslinger Verlag
1998
ISBN 3-480-20048-6
Für eine atemberaubende, unendliche, kurze Ewigkeit waren die Tiere des Zoos zu Hause. Die Sonne Afrikas und die Kälte des Pols, die Schwüle der tropischen Regenwälder, der eisige, fellwühlende Nordwind und die blaue Kühle des Ozeans erfüllten die Luft. Intensiver Harzgeruch und zeternde Vogelschwärme vermischten sich mit dem Dröhnen stampfender, Staub aufwirbelnder, schweißbedeckter Herden.
…und hinter tausend Stäben keine Welt!
Die Wahrheit über Tierhaltung im Zoo
Stefan AustermühleRasch und Röhring Verlag
1996
ISBN 3-89136-593-4
Tiere im Zoo leiden – tagtäglich. Viele von ihnen sind krank und verhaltensgestört, werden kommerziellen Zwecken geopfert. Trotzdem sind Zoos in unserer Gesellschaft ähnlich etablierte Einrichtungen wie Museen und Theater. Stefan Austermühle bringt dieses Bild ins Wanken. Faktenreich berichtet er aus dem Alltag der deutschen Tiergärten. Er zeigt, dass selbst die wissenschaftlich geführten Zoos weit hinter ihren selbstgesetzten Zielen – Arterhaltung, Forschung, Volksbildung und Erholung – zurückbleiben.
Eine Vielzahl überzeugender Beispiele belegt seine These, dass Tiere im Zoo nicht ein Stück bewahrter Natur sind, sondern nur Opfer menschlicher Projektion und traurige Karikaturen ihrer freilebenden Artgenossen.
Der Zoo
Fotografien von Tieren in Gefangenschaft
Panthera Projektgruppe
Echo VerlagOktober 1994
ISBN 3-926914-24-6
Elefanten als einbetonierte Denkmäler ihrer selbst. Raubkatzen, auf deren Fell das Licht den Schatten ihrer Gefangenschaft wirft. Menschenaffen, deren Schicksal zwischen steril gekachelten Wänden endet.
Dieser Fotoband ist das Ergebnis monatelanger Recherchen in deutschen Tierparks und Zoologischen Gärten. Die Bilder halten die Apathie, den Frust und die Trauer fest, die den Tieren in Gefangenschaft geblieben ist. Ein eindringliches Plädoyer gegen die monotone Grausamkeit des Prinzips Zoo.
Das Lächeln des Delphins
Richard O’Barry
Gustav Lübbe Verlag GmbH
November 1990
ISBN 3-404-63215-X
Ein faszinierender Blick in das Leben der gelehrigen Meeressäugetiere, geschrieben vom Delphintrainer der Fernsehserie Flipper.
Richard O’Barry, früher selbst einer der gefragtesten Tiertrainer der Welt, beschäftigt sich seit Jahren damit, Delphine, die in Aquarien aufgewachsen sind, so zu ent-trainieren, dass sie im freien Meer eine Überlebenschance haben. Sein Buch ist nicht nur ein dringlicher Anruf gegen die Gefangenhaltung von Delphinen, es bietet auch faszinierende und überraschende Einblicke in die Fähigkeiten dieser intelligenten Schwimmkünstler.
Petermann
Schicksal eines Schimpansen
Daniel Thomas
Triga / Verlag
1998
ISBN 3-89774-021-4
Petermann ist ein neugieriger kleiner Schimpanse aus dem afrikanischen Urwald. Schon als Jungtier wird er aus seiner vertrauten Umgebung herausgerissen und in einen deutschen Zoo gebracht. Dort gibt man ihn in die Obhut des Tierpflegers Roger, zu dem der Affe Vertrauen fasst. Gemeinsam erleben die beiden eine aufregende Zeit, die jedoch von den Plänen des Zoodirektors überschattet wird. Er hat mit dem Schimpansen etwas Besonderes vor.
Petermanns Geschichte wird aus verschiedenen Erzählperspektiven berichtet, zum Großteil von dem Schimpansen selbst. Das setzt ein umfangreiches Wissen des Autors über diese Tiere voraus, die den Menschen evolutionsgeschichtlich betrachtet ja sehr nahe stehen.
Die Erzählung beruht auf einer wahren Begebenheit und ist ein überzeugendes Plädoyer für einen vernünftigen Umgang mit der Tierwelt.
Der Zoowahnsinn von A-Z
Erich Goschler – Francesca Orso
Edition ANIMA – PHOENIX
2006
ISBN 3-902348-05-4
Das Buch „Der Zoowahnsinn von A-Z“ räumt mit der Irrmeinung auf, dass Zoos eine Funktion für den Artenschutz und die Bildung hätten. Arterhaltung ohne den Schutz der Lebensräume ist sinnlos und heuchlerisch! In Wahrheit geht es um nichts anderes als Geld und Profit. Mit professionellem Marketing werden Tierbabys vermarktet bis sie ihren kindlichen Reiz verlieren und ihr restliches Dasein in trister Gefangenschaft fristen müssen. Dank millionenfacher Werbebudgets werden Tiergärten als letztes Paradies der Tiere dargestellt. Durch die schmerzenden Fakten dieses Buches sollen die Leser die Wahrheit über Zoos erfahren.
Die Autoren Erich Goschler und Francesca Orso, die sich seit Jahrzehnten mit Themen über den Umgang der Menschen mit der Natur in allen Facetten beschäftigt, haben in Österreich und dem Ausland recherchiert und zeigen anhand einer Vielzahl bestürzender Fakten und Fotos das alltägliche Tierleid in Zoos. Mit ihren Verhaltensstörungen, Krankheiten und kommerziellen Züchtungen sind die Zootiere letztlich nur traurige Karikaturen ihrer in freier Wildbahn lebenden Artgenossen.