Bundeskanzlerin Merkel finanziert lebenslange Haft
Tierschützer empört über Patenschaft für gefangene Steinadler
Stand: 9. Februar 2010
Stralsund / Berlin / Gerlingen, 9. Februar 2010 – Mit großer Empörung hat die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. heute auf die Patenschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel für ein in Gefangenschaft lebendes Steinadlerpaar reagiert. Gerade als ehemalige DDR-Bürgerin müsse sich Merkel auf den hohen Wert der Freiheit erinnern, so PETA. Ihre Patenschaft für die beiden im Tierpark Stralsund inhaftierten Steinadler solle die Kanzlerin sofort beenden und stattdessen Schutzprojekte für freilebende Steinadler unterstützen.
„In ihrer Rede zum Tag der deutschen Einheit sprach Frau Merkel von der Sehnsucht nach Freiheit, und dass die Freiheit das kostbarste Gut sei“, so Tierrechtler Frank Albrecht von PETA. Die finanzielle Unterstützung von 200 Euro pro Jahr für die Gefangenschaftshaltung zweier Steinadler widerspräche diesem hohen Ansinnen erheblich. In der Gefangenschaft von Zoos hüpfen die riesigen Greifvögel, mit einer Flügelspannweite von bis zu 2,30 Meter, oft nur in viel zu kleinen Volieren von Ast zu Ast hin- und her. Ihre Artgenossen in Freiheit beziehen dagegen schon einmal Reviere von 3.000 bis 13.000 Hektar, in denen sie in imposanten Flügen umherstreifen. Derzeit gibt es nur noch 45 Brutpaare im einzigen Brutgebiet Deutschlands, den Bayerischen Alpen. Da ihr Lebensraum in Deutschland immer weiter zerstört wird, zählt der Steinadler mittlerweile zu den bedrohten Greifvogelarten.
Interviewkontakt: Frank Albrecht, Tel. 07156 / 17828-35
Weitere Informationen:
www.peta.de/zoo