Stand: 22. Juni 2010
Sankt Augustin / Gerlingen, 22. Juni 2010 – In einer offiziellen Bestätigung durch Hauptmann Waldemar Boczek versicherte das deutsche Streitkräfteamt der Tierrechtsorganisation PETA USA (People for the Ethical Treatment of Animals), dass die Bundeswehr zur Ausbildung von Militärpersonal keine Tierversuche durchführt. In Übereinstimmung mit dem deutschen Tierschutzgesetz setze die Bundeswehr auf fortschrittliche, tierversuchsfreie Testmethoden, so Boczek: „Die Bundeswehr führt nach unserem Wissen keine Tierversuche zu Trainingszwecken durch. Bei Übungsvorhaben werden die Soldaten an sehr guten Modellen ausgebildet und die Mediziner benötigen keine Tierexperimente.“ PETA Deutschland e. V. fordert die Regierung der Oberpfalz aus diesem Grund jetzt dazu auf, die geplante Durchführung von Trauma-Training-Versuchen an lebenden Tieren durch die im Oberpfälzischen stationierte US-Armee zu verbieten. Die US-Armee verzichtet in den USA im Trauma-Ausbildungsprogramm ihrer medizinischen Ausbildungseinrichtung „Rascon School of Combat Medicine“ bereits auf Tierversuche. Experten der „Uniformed Services University“ der US-Streitkräfte haben bestätigt, dass das Notfall-Training an lebenden Tieren „keine empfehlenswerte Unterrichtsmethode“ ist. Außerdem liegt in den USA derzeit ein Gesetzentwurf zur stufenweisen Abschaffung von Tierversuchen zu militärischen Ausbildungszwecken vor. Vor diesem Hintergrund ist es laut PETA völlig unverständlich, dass die US-Armee in Deutschland Tierversuche durchführen will.