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Circus Krone in Villingen-Schwenningen - Warum lässt die Stadtverwaltung diese Tierquälerei zu?

PETA appelliert an Oberbürgermeister Dr. Rupert Kubon, das Gastspiel zu verbieten

Stand: 25. Juni 2012

Villingen-Schwenningen / Gerlingen, 25. Juni 2012 – Der Münchner Circus Krone gastiert von morgen an in Villingen-Schwenningen. Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. hat im Vorfeld Oberbürgermeister Dr. Rupert Kubon darum gebeten, das Gastspiel zu verhindern. Circus Krone missachtet seit vielen Jahren fortwährend wichtige Tierschutzrichtlinien und sogar konkrete behördliche Auflagen, wodurch den Tieren wie Elefanten, Pferden oder Löwen erhebliches Leid zugefügt wird. Erst im März 2012 hat PETA zahlreiche schwerwiegende Missstände bei der Tierhaltung im Winterquartier von Circus Krone bei den Münchner Behörden angezeigt. Einige Verfahren gegen Circus Krone wegen Missständen bei der Tierhaltung sind bereits rechtskräftig abgeschlossen oder noch anhängig. PETA fordert ein Umdenken von den Verantwortlichen in den Stadtverwaltungen und Rathäusern, damit Circus Krone und andere rücksichtslose Zirkusunternehmen künftig keine Gastspielgenehmigungen mehr erhalten. Für den kommenden Samstag haben lokale Tierschützer Proteste gegen den Zirkus angekündigt.

„Das zweifelhafte Zirkusvergnügen bei Circus Krone geht auf Kosten von angeketteten oder eingesperrten Lebewesen, die mit Peitsche oder Elefantenhaken zum Gehorsam gezwungen werden“, sagt Peter Höffken, Wildtierexperte und Kampagnenleiter bei PETA. „Die andauernde Tierquälerei in diesem Zirkus berechtigt das zuständige Veterinäramt dazu, das Gastspiel zu untersagen und somit das Tierschutzgesetz mit Leben zu erfüllen.“

Die Tierquälerei bei Circus Krone, der seit einem Gerichtsurteil von 2010 öffentlich als „notorischer Tierqualzirkus“ bezeichnet werden darf, ist mittlerweile sogar behördlich bestätigt: Nach einer Strafanzeige von PETA und einer Gegenanzeige von Circus Krone hat die Staatsanwaltschaft München I im Oktober 2010 festgestellt „[…] dass bei einem Teil der Tiere des Circus Krone tatsächlich deutliche Haltungsmängel sowie Verhaltensstörungen vorlagen, die gutachterlicherseits als erhebliche Leiden im Sinne von § 17 Nr. 2b Tierschutzgesetz eingestuft wurden“. Im Februar 2009 wurde Krone wegen Tierquälerei vom Amtsgericht Darmstadt rechtskräftig verurteilt – Grund war die nicht art- und tiergerechte Elefanten- und Pferdehaltung.

Die Bundestierärztekammer spricht sich mittlerweile ebenso für ein Wildtierverbot im reisenden Zirkus aus wie auch die Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland. Drei repräsentativen Umfragen von 2010 und 2011 zufolge finden rund zwei Drittel der Befragten Wildtiere im Zirkus nicht mehr zeitgemäß. 2003 und nochmals Ende November 2011 hat der Bundesrat in zwei Entschließungsanträgen ein grundsätzliches Verbot von Wildtieren im Zirkus gefordert. Die Bundesregierung hat die Entschließungen bis heute nicht umgesetzt – im Gegensatz zu 14 anderen europäischen Ländern, die bereits Einschränkungen bezüglich der im Zirkus genehmigten Tierarten erlassen haben. Zuletzt hat Griechenland 2012 ein Verbot von Tieren in Zirkusbetrieben beschlossen.

Immer mehr Prominente sprechen sich für ein Verbot aus, darunter auch Rocklegende Udo Lindenberg, Bill und Tom Kaulitz von Tokio Hotel, FC-Bayern-Star Rafinha, Schauspielerin Cosma Shiva Hagen und Komödiantin Hella von Sinnen.

Auch viele Kinder und Jugendliche sprechen sich für ein Wildtierverbot im Zirkus aus und setzen sich dafür mit Aktionen, Texten und Gedichten im Kinder- und Jugendportal von PETA ein. Auf PETAKids.de finden junge Tierschützer zahlreiche Informationen über Tiere im Zirkus.


Angekettete Elefanten bei Circus Krone / © PETA

Angekettete Elefanten bei Circus Krone / © PETA



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