

Eine kürzlich erschienene Ausgabe von “Fish and Fisheries”, die sich dem Lernen widmete, zitierte mehr als 500 wissenschaftliche Dokumente zur Intelligenz von Fischen, die belegen, dass Fische klug sind, Werkzeuge benutzen können und über ein eindrucksvolles Langzeitgedächtnis sowie ausgeklügelte Sozialstrukturen verfügen.
Wissenschaftler lernen immer mehr über unsere flossigen Freunde, und was sie herausfinden, ist absolut faszinierend:
Culum Brown, ein Biologe der Universität von Edinburgh, der sich mit der Evolution der Wahrnehmung von Fischen befasst, meint: "Fische sind intelligenter als sie erscheinen. In vielen Bereichen, wie z.B. dem Gedächtnis, erreichen oder überschreiten ihre kognitiven Fähigkeiten sogar die von 'höheren' Wirbeltieren, darunter auch nicht-menschliche Primaten." Ihr Langzeitgedächtnis hilft Fischen, komplexe soziale Beziehungen nachzuvollziehen. Ihr räumliches Erinnerungsvermögen - "das in jeder Hinsicht dem von anderen Wirbeltieren gleicht" - ermöglicht es ihnen, sich kognitiv Landkarten zu erstellen, die sie durch die Gewässer geleiten, wobei sie sich die Polarisation des Lichts, Geräusche, Gerüche und optische Geländemerkmale zunutzen machen.
Dr. Phil Gee, ein Psychologe der Universität von Plymouth, ist der Ansicht, dass Fische angeben können, welche Tageszeit wir gerade haben, und er trainierte Fische, Futter zu entnehmen, indem sie zu bestimmten Zeiten einen Hebel drücken. Er meint: "Fische haben eine Gedächtnisspanne von mindestens drei Monaten", und sie "sind vermutlich imstande, sich Veränderungen ihrer Umgebung anzupassen genau wie andere Kleintiere und Vögel."
Eine zwei Jahre dauernde Studie an der Edinburgh University und dem Roslin Institut in Großbritannien wies nach, was viele Meeresbiologen bereits seit Jahren sagen: Fische fühlen Schmerz genau wie alle anderen Tiere. Anglern wird es sicher nicht gefallen, mal darüber nachzudenken, aber Fische leiden, wenn man ihnen den Mund durchspießt und sie in eine Umgebung zieht, in der sie nicht atmen können. Dazu Dr. Lynne Sneddon, die die neueste Studie leitete: "Es ist wirklich eine Frage der Ethik. Ist Ihnen das Angeln wichtiger als der Schmerz, der dem Fisch zugefügt wird?" Falls Sie angeln oder jemand, den Sie kennen, klicken Sie hier, um mehr zu erfahren.
Fische leiden entsetzlich auf ihrem Weg vom Meer zum Supermarkt. Kommerzielle Fischerboote verwenden riesige Netze, von denen sich manche über Kilometer erstrecken, und die alles und jeden aufnehmen, der ihnen in die Quere kommt. Fische, die aus den Netzen geholt werden, haben von dem Schleifen über Felsen und Müll und gegen andere mit ihnen gefangene Fische häufig die gesamte Haut abgeschrabbt bis aufs rohe Fleisch.
Fischfleisch ist häufig verseucht mit Quecksilber (das Gehirnschäden verursachen kann) und toxischen Chemikalien wie DDT, PCBs und Dioxin (die mit Krebs, Störungen des Nervensystems und Schädigung des Fötus in Zusammenhang gebracht wurden), sowie Krankheiten verursachenden Bakterien. Warum also nicht mal pflanzliche Fisch-Ersatzprodukte versuchen? Produkte wie Käpt’n Tofu (“Fischstäbchen”) schmecken wirklich “echt” und echt gut - aber ohne die Grausamkeiten und Schadstoffe.