Delfinlagune = Delfingrab
PETA-Aktivisten protestieren vorm Nürnberger Zoo
Stand: 28. Juli 2011
Nürnberg / Gerlingen, 28. Juli 2011 – Nur mit einem Bikini bekleidet verkündet eine Aktivistin der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. heute Vormittag anlässlich der Pressekonferenz zur Eröffnung der Delfinlagune im Nürnberger Zoo die nackte Wahrheit: „Die Delfinlagune ist ein Delfingrab, lasst die Delfine frei!“ In Nürnberg starben bereits allein über 20 Delfinbabys. Weil die Todesrate aufgrund der Gefangenschaft so hoch ist, sind Zoos gezwungen, ihren Bestand über Wildfänge aufzufrischen. Gemeinsam mit vielen weiteren Organisationen hat sich PETA einem Aktionsbündnis gegen Delfinarien angeschlossen. PETA fordert ein Import- und Zuchtverbot für Delfine in Gefangenschaft und die Schließung der verbliebenen Delfinarien in Deutschland.
„Ein Delfin lebt in der Delfinlagune Nürnberg so beengt wie ein Mensch in einer Telefonzelle – lebenslang“, erklärt PETAs Wildtierexperte Bernd Hoffmann. Viele Delfine verendeten qualvoll in den engen Nürnberger Betonbecken, daran ändere auch der Umbau nichts. Seit der Eröffnung im Jahr 1971 starben von 23 in freier Wildbahn gefangenen Delfinen 15 vorzeitig, von 21 Nachzuchten kamen 17 noch im Mutterleib oder kurz nach der Geburt zu Tode. Kein Wunder, denn im Ozean schwimmen Delfine täglich bis zu 100 Kilometer, erreichen dabei Geschwindigkeiten von bis zu 50 km/h und tauchen bis zu 300 Meter tief.
Interviewkontakt: Bernd Hoffmann, Tel. 0162 / 6878847
Weitere Informationen:
www.peta.de/delfingefaengnisse