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Die Eisbären bei Ursula Böttcher erlitten unglaubliche Qualen

Stand: 9. März 2010

Dresden / Gerlingen, 9. März 2010 – Anlässlich des Todes der wohl berühmtesten Eisbären-Dompteuse Deutschlands, Ursula Böttcher (DDR Staatszirkus), weist die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. darauf hin, dass die Eisbären bei Frau Böttcher unglaublicher Tierquälerei ausgesetzt waren. Mehrmals erstatteten jetzige Mitarbeiter von PETA Strafanzeige gegen Böttcher wegen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Fehlende Außengehege und Badebecken waren an der Tagesordnung. Die sechs Eisbären waren in zu kleinen und viel zu engen Käfigen eingepfercht. Die tierquälerische Haltung hinterließ deutlich Spuren an den Tieren: Sie zeigten extreme Bewegungsstereotypien, u.a. Weben und ständiges Hin- und Herlaufen, welche von Fachleuten als eindeutige Indikatoren für vermindertes Wohlbefinden (Leiden) zu bewerten sind.
„Im Prinzip konnten sich die Eisbären nur während der Proben, der Vorstellung oder wenn ein Badebecken aufgebaut war, aufrichten. Das ist eine schreckliche Tierquälerei gewesen!“, so Carola Schmitt, Sprecherin der PETA-Kampagne „Wildtiere raus aus dem Zirkus“. Nachdem Ursula Böttcher dem Zirkusleben 1999 den Rücken kehrte, wurde ihre Eisbärengruppe von der Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben aufgelöst. Die zuchtfähigen Weibchen wurden von Zoos übernommen, doch die Männchen Boris und Kenneth wurden an einen Zirkus in Mexiko „verscherbelt“ – Insiderberichten zufolge für 1,- DM pro Tier. Hier erwartete die Eisbären ein trauriges und erbärmliches Zirkusschicksal, wie Videoaufnahmen von PETA belegen. Eingepfercht in winzige Käfige und einem für Eisbären unerträglich heißem Klima ausgesetzt, wurden sie mit Peitschen und spitzen Stangen dazu gezwungen, schmale Podeste, Stufen, Rutschen und Rampen zu erklimmen. Die Tiere litten an Atemnot, Hautkrankheiten, Verletzungen und Arthritis. PETAs 18-monatige Kampagne zur Konfiszierung der insgesamt sieben Eisbären führte 2002 zum Erfolg und zur Beschlagnahmung der Tiere durch die US-Behörden.

Zu den Videoaufnahmen:
PETA TV: http://peta-tv.de/video/Eisb%C3%A4ren-leiden-im-Zirkus-Suarez-in-Mexiko/2ce21aad9c8ab7534373045c42530d3c
YouTube: http://www.youtube.com/watch?v=kqPhBlA6twg

Interviewkontakt: Carola Schmitt, Tel. 07156 / 17828-24, Mobil 0162 / 2578504
Weitere Informationen: www.freiheit-fuer-eisbaren.de und www.zirkus.peta.de
Druckfähige Fotos: http://www.fotos.peta.de/categories.php?cat_id=33
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