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Drittes Nashornbaby tot - PETA: Artenschutz nicht wichtiger als Tierschutz

Stand: 5. April 2011

Münster / Gerlingen, 5. April 2011 – Im Allwetterzoo Münster hat Breitmaulnashorn-Mutter Emmi auch ihr drittes Baby kurz nach der Geburt getötet. Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. kritisiert die ungezügelten Zuchtversuche in deutschen Zoos und mahnt an, das Wohl der einzelnen Tiere nicht außer Acht zu lassen. Mit den Steuergeldern, die für die Gefangenschaft der Nashörner, die Zuchtversuche und die eventuelle, wenig erfolgversprechende Auswilderung nur eines einzigen Nashorns ausgegeben werden, könnten im südlichen Afrika riesige Gebiete des natürlichen Lebensraums der Nashörner effektiv geschützt werden. Nahezu alle der in Gefangenschaft lebenden Nashörner werden niemals in Freiheit entlassen, so PETA. Mit der Entscheidung, sein Delfinarium zu schließen, hat der Allwetterzoo Münster bereits gezeigt, dass ihm das Wohlbefinden einzelner Tiere wichtiger ist als wirtschaftliche Interessen. PETA fordert, dass zoologische Einrichtungen noch einen Schritt weiter gehen und ihre Zuchtprogramme beenden. Stattdessen sollen die Zoos sich in Auffangstationen umwandeln, die notleidende Tiere aus Zirkusbetrieben oder Privathaltungen aufnehmen.

„Ein Nashornbaby zieht Aufmerksamkeit von Besuchern und Medien auf sich und dient in erster Linie kommerziellen Zwecken. Der vermeintliche Artenschutz der Zoos ist lediglich ein Vorwand, um den riesigen Aufwand und die Kosten zu rechtfertigen“, so Zoo-Experte Bernd Hoffmann von PETA. Für PETA sind die Zucht-Misserfolge nicht überraschend: Tiere seien nicht für ein Leben in Gefangenschaft geboren und könnten in Zoos nicht ihre natürlichen Verhaltensweisen ausleben. Auch die Geschwister von Eisbär Knut wurden alle kurz nach der Geburt tot aufgefunden, erinnert PETA. Weiter kritisiert die Organisation, dass Besucher im Zoo nichts über die Bedürfnisse und Lebensverhältnisse von Tieren lernen: Ganz im Gegenteil lernen Kinder in Zoos fatalerweise, dass Tiere hinter Gittern zu Hause sind und nur für die Unterhaltung des Menschen existieren.

Interviewkontakt: Bernd Hoffmann, BerndH@peta.de, Tel. 07156 / 17828-18, Mobil 0162 / 6878847
Weitere Informationen: www.peta.de/zoo
Druckfähiges (Symbol-)Foto von einem Nashorn im Zoo: http://www.fotos.peta.de/details.php?image_id=1644
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