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Eisbär Knut – Todesursache Bewegungsmangel

PETA fordert erneut Zuchtstopp für Eisbären in deutschen Zoos

Stand: 1. April 2011

Berlin / Gerlingen, 1. April 2011 – Auf der heutigen Pressekonferenz zum plötzlichen Tod von Eisbär Knut veröffentlichte Zoodirektor Blaszkiewitz die detaillierten Obduktionsergebnisse. Die Öffentlichkeit weiß nun, wie Knut gestorben ist. Wie sehr der Bär während seines kurzen Lebens unter der Gefangenschaft im Berliner Zoo gelitten hat, veranschaulicht jetzt die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. Laut ihren Berechnungen stehen allen ca. 34 Eisbären in deutschen Zoos nur 9.512 Quadratmeter zur Verfügung. Das entspricht der kleinen Rasenfläche rund um die Berliner Siegessäule. In freier Natur wandern Eisbären bis zu 100 Kilometer pro Tag. Dass die Bären in Zoos an extremen Bewegungsmangel und Langeweile leiden, sei laut PETA keine Überraschung. Über 90 Prozent der Eisbären in deutschen zoologischen Einrichtungen leiden an Verhaltensstörungen. Aus diesem Grund fordert PETA das Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz mit einer Online-Petition auf www.peta.de/freiheitfuereisbaren dazu auf, die Haltung von Eisbären in zoologischen Einrichtungen endlich zu beenden. Dazu müsse zuerst ein sofortiges Zuchtverbot von Eisbären in deutschen Zoos beschlossen werden.

„Eisbären müssen wandern können, um artgerecht zu leben. In freier Natur würde ein Eisbär an einem einzigen Tag von Berlin bis ins 100 Kilometer entfernte Cottbus laufen“, so Eisbär-Experte Bernd Hoffmann von PETA. Die psychischen Erkrankungen von Eisbären in zoologischen Einrichtungen sind systemisch bedingt und bedeuten erhebliche Leiden für die Tiere. Nach §2 des Tierschutzgesetzes muss ein Tier in menschlicher Obhut seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernährt, gepflegt und verhaltensgerecht untergebracht sein. Weiterhin gibt der Gesetzgeber vor, dass die Möglichkeit des Tieres zu artgemäßer Bewegung nicht so eingeschränkt sein darf, dass ihm Schmerzen, vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden. „Gegen beide gesetzliche Vorgaben wird durch die Haltung von Eisbären in Gefangenschaft verstoßen“, sagt Hoffmann. Auch international anerkannte Experten und sogar deutsche Zoodirektoren fordern ein Ende der Eisbären-Haltung in Zoos.

Interviewkontakt: Bernd Hoffmann, BerndH@peta.de, Tel. 07156 / 17828-18, Mobil 0162 / 6878847
Weitere Informationen: www.freiheitfuereisbaeren.de und www.peta.de/eisbaerlars
Druckfähige Fotos von Eisbären im Zoo: http://www.fotos.peta.de/categories.php?cat_id=65
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