Eisbären-Drama im Tierpark Berlin spitzt sich zu
Drei Eisbären seit Tagen im Innengehege eingesperrt
Stand: 28. Oktober 2009
Berlin / Gerlingen, 28. Oktober 2009 – Knuts Oma Lisa liegt im Sterben: Diese Nachricht erschütterte vergangene Woche die Hauptstadt. Doch nun stellt sich heraus, dass auch die Eisbärenjungen Yoghi, Aika und Troll im Tierpark Berlin leiden. Denn um die 31-jährige Lisa dazu zu bewegen, das Außengehege zu verlassen, sind die drei Eisbären offenbar seit dem 20. Oktober durchgehend im Innengehege eingesperrt. Ihnen steht jeweils nur ca. 49 Quadratmeter nutzbarer Freiraum zur Verfügung. Eisbären durchstreifen in Freiheit Gebiete, die 1 Millionen Mal größer sind. Die Bären leiden unter dem Platzmangel, warnt Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. Schnell könne es zur Entwicklung von chronischen Verhaltensstörungen kommen.
„Eisbären sind die größten wandernden Landraubtiere. Sie seit über einer Woche so sehr in ihrer Bewegungsfreiheit einzuschränken, ist extremste Tierquälerei“, ist Frank Albrecht, Zooexperte von PETA, empört. Laut Säugetiergutachten muss einem Eisbär durchgängig ein Außengehege von mindestens 200 Quadratmetern zur Verfügung stehen. PETA kritisiert erneut die Berliner Zooleitung und das zuständige Veterinäramt und fordert ein Auslaufen der Eisbärenhaltung im Tierpark. Den unverändert kritischen gesundheitlichen Zustand von Eisbären-Oma Lisa belegen aktuelle Videoaufnahmen vom letztem Sonntag – zu sehen unter www.petatv.de. PETA warnte bereits im September davor, dass Lisa für den Risikotransport von München nach Berlin zu alt und gebrechlich sei, und erstattete Anzeige wegen Verdacht auf Tierquälerei.
Interviewkontakt: Frank Albrecht, Tel. 07156 / 17828-35
Weitere Informationen:
www.freiheit-fuer-eisbaeren.de Videoaufnahmen von Lisa, 25.10.2009:
http://petatv.de/video/Eisb%C3%A4rin-Lisa-im-Tierpark-Berlin/eb3bf2068c97ba713fd6d4922cd5ee6a