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Eisbärenzucht im Tierpark Berlin ein Wahnsinn

PETA fordert generelles Zuchtverbot von Eisbären

Stand: 11. August 2011

Berlin / Gerlingen, 11. August 2011 – Wie Zeitungsberichten zu entnehmen ist, „schmückt“ sich der Tierpark Berlin mit einer neuen Eisbärin, die im Moskauer Zoo geboren und in Rostov aufgewachsen ist. Mit der noch namenlosen ca. zweijährigen Eisbärin will der Zoo die Eisbärenzucht fortsetzen. Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. kritisiert dieses Vorhaben, mit dem der Tierpark erneut schlimmes Leiden produziere und fordert ein generelles Zuchtverbot von Eisbären. Die neue Eisbärin war laut Medienberichten als Partnerin für den vor einem halben Jahr verstorbenen Eisbären Knut vorgesehen, dessen Schicksal weltweit für Schlagzeilen sorgte.

Wie sehr Eisbären unter der Gefangenschaft im Zoo leiden, veranschaulicht PETA mit einem Vergleich: Laut ihren Berechnungen stehen allen ca. 34 Eisbären in deutschen Zoos nur 9.512 Quadratmeter zur Verfügung. Das entspricht der kleinen Rasenfläche rund um die Berliner Siegessäule. „Eisbären müssen wandern können, um artgerecht zu leben. In freier Natur würde der Langstreckenläufer „Eisbär“ an einem einzigen Tag von Berlin bis ins 100 Kilometer entfernte Cottbus laufen“, so Carola Schmitt von PETA. Die psychischen Erkrankungen von Eisbären in zoologischen Einrichtungen sind systemisch bedingt und bedeuten erhebliche Leiden für die Tiere. Nach einer Erhebung von PETA leiden über 90 Prozent der Eisbären in deutschen zoologischen Einrichtungen an Verhaltensstörungen. Dies äußere sich durch z.B. stereotypes Hin- und Herlaufen oder Hin- und Herschwenken des Kopfes oder Körpers. „Das größte Landraubtier einzusperren ist krank. Es ist sehr traurig zu sehen, wie wenig Mitgefühl viele Zoodirektoren haben. Nur ein Zuchtstopp kann dem Leiden ein Ende bereiten“, so PETA. Neben dem extremen Bewegungsmangel leidet der Eisbär in Gefangenschaft an Mangel an freier Partner- und Nahrungssuche sowie Jagd- und Fluchtverhalten. „Eisbären sind von Natur aus nicht psychisch krank, der Zoo macht sie dazu“.

Weitere Informationen: www.freiheit-fuer-eisbaeren.de
Videoaufnahmen – Verhaltensstörungen von Eisbären im Tierpark Berlin: http://www.youtube.com/watch?v=Ep3FRwn4kto

Interviewkontakt: Carola Schmitt, Tel. 07156 / 17828-24, CarolaS@peta.de
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