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Elefant in Pforzheim ausgebrochen

PETA wirft Circus Carl Busch fahrlässige Gefährdung von Mensch und Tier vor

Stand: 7. September 2011

Pforzheim / Gerlingen, 7. September 2011 – In Pforzheim ist am gestrigen Dienstag ein Elefant aus dem Circus Carl Busch ausgebrochen und anschließend durch die Stadt gelaufen. PETA Deutschland e.V. wirft dem Zirkusbetreiber grobe Fahrlässigkeit vor, durch die das Leben von Menschen und Tieren gefährdet wird. Die Gefährlichkeit solcher Ausbrüche zeigt sich in folgender Statistik: Zwischen 1980 und 2010 sind in Deutschland alleine 24 Unfälle mit Elefanten gemeldet worden. Im gleichen Zeitraum gab es weltweit 104 Zwischenfälle mit Elefanten im Zirkus, wobei 44 Personen getötet und 141 Menschen verletzt wurden. PETA fordert daher ein Verbot der Wildtierhaltung für Zirkusbetriebe.

„Die Elefanten-Haltung bei Circus Carl Busch ist katastrophal! Kein Wunder, dass die sensiblen Tiere einfach nur da weg wollen“, so Peter Höffken, Kampagnenleiter und Wildtier-Experte bei PETA. Im November 2010 hat die Stadt Wiesbaden ein Bußgeld gegen den Zirkus wegen der mangelhaften Elefanten-Haltung verhängt. „Das ist keine Ausnahme, wie der Verein ‚Elefanten Schutz Europa‘ in mehreren Fällen dokumentiert hat. Demnach müssen die Elefanten im Circus Carl Busch immer wieder die ganze Nacht auf dem engen Zirkustransporter verbringen, teilweise sogar unbeheizt bei kalten Temperaturen. In mehreren Städten haben die Behörden deswegen schon einschreiten müssen, aber der Zirkus schert sich nicht darum. Elefanten sterben im Zirkus meist verfrüht, weil die harten Zirkusbedingungen die Tiere körperlich und psychisch auszehren“, so Höffken weiter.

Auch die Bundestierärztekammer spricht sich mittlerweile für ein Wildtierverbot im reisenden Zirkus aus; ebenso die Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland. Nach einer repräsentativen Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung finden zwei Drittel der Befragten Wildtiere im Zirkus nicht mehr zeitgemäß. 2003 hat der Bundesrat in einem Entschließungsantrag ein grundsätzliches Verbot von Wildtieren im Zirkus gefordert. Die Bundesregierung hat die Entschließung bis heute nicht umgesetzt – im Gegensatz zu 13 europäischen Ländern, die bereits Verbote oder drastische Einschränkungen bezüglich der im Zirkus genehmigten Tierarten erlassen haben. Immer mehr Prominente sprechen sich für ein Verbot aus, darunter auch Schauspielerin Cosma Shiva Hagen, Bill und Tom von Tokio Hotel und Comedian Hella von Sinnen.

Interviewkontakt: Peter Höffken, Tel. 07156 / 17828-18, PeterH@peta.de
Weitere Informationen: www.zirkus.peta.de
Prominente engagieren sich für ein Wildtierverbot im Zirkus: http://www.peta.de/web/home.cfm?p=54
Druckfähige Fotos von Tieren im Zirkus: http://www.fotos.peta.de/categories.php?cat_id=33

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