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Elefanten-Attacke im Zoo Augsburg war vorhersehbar

PETA fordert die grausame Praxis der Elefanten-Unterwerfung in Zoos zu beenden

Stand: 20. Oktober 2011

Augsburg / Gerlingen, 20. Oktober 2011 – Im Zoo Augsburg wurde heute ein Tierpfleger von einem Elefanten angegriffen und schwer verletzt. Für die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. ist dieses Ereignis alles andere als überraschend. Solche Elefanten-Attacken auf Tierpfleger kommen immer wieder vor, wenn die Tiere im „Direkten Kontakt“ gehalten werden. „Direkter Kontakt“ bedeutet für die Elefanten, durch physische Gewaltausübung vom Tierpfleger dominiert und unterworfen zu werden. Schläge mit einem Elefantenhaken und enges Anbinden von Elefanten-Babys sind in vielen deutschen Zoos gängige Praxis. Der jahrelange Frust über die schmerzhafte Unterwerfung kann sich bei Elefanten dann in einer Attacke entladen. PETA fordert ein Verbot des „Direkten Kontakts“ in zoologischen Einrichtungen, wie das der Fall in den USA ist, und mittelfristig ein Auslaufen der Elefantenhaltung in Zoos.

„Elefanten werden in vielen deutschen Zoos und Tierparks gedemütigt und geschlagen. Weil sie das ihr Leben lang nicht vergessen, kommt es immer wieder zu Angriffen der Tiere“, sagt Bernd Hoffmann, Zoo-Experte bei PETA. In den USA hat der Zoo-Dachverband AZA gerade das Ende der Haltung von Elefanten im „Direkten Kontakt“ ab 2014 beschlossen. Elefanten werden dort nur noch im „Geschützten Kontakt“ gehalten, wobei die Elefanten bis auf wenige Ausnahmen keine physische Interaktion mehr mit dem Tierpfleger haben. „Auch in Deutschland muss endlich auf den Einsatz von Elefantenhaken und das System der Unterwerfung verzichtet werden“, so Hoffmann weiter.

Erst Anfang September 2011 wurde im Zoo Magdeburg ein Tierpfleger von einem Elefanten angegriffen und schwer verletzt. Im Zoo Dresden hatte Elefant Thabo Umasai im März 2010 eine Tierpflegerin angegriffen und ebenfalls schwer verletzt. Wie Fotos belegten, war genau diese Wärterin im Zoo Dresden auch bei den ersten brutalen und tierquälerischen „Gehorsamkeitsübungen“ von Thabo 2006 dabei. In amerikanischen Zoos, die den „Direkten Kontakt“ anwendeten, wurden in den letzten 20 Jahren 15 Personen von Elefanten getötet und 135 verletzt. In zoologischen Einrichtungen mit „Geschütztem Kontakt“ gab es indes keinen Todesfall und nur eine verletzte Person.

Interviewkontakt:
Bernd Hoffmann, Mobil: 0162 – 6878847, BerndH@peta.de

Weitere Informationen:
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