Erfolg für Tierschützer: EU-Parlament beschließt Handelsverbot von Robbenprodukten
Eindeutige Mehrheit stimmt für ein Handelsverbot – PETA bedankt sich für das starke Engagement für die Robben
Stand: 5. Mai 2009
Kontakt: Tanja Wiemann, +49 (0) 7156- 178 28 33
Gerlingen — Das EU Parlament hat ein klares Zeichen für Tiere gesetzt und somit vor allem Kanada in seine Schranken verwiesen, indem es bei einer wichtigen Lesung für ein Import- und Handelsverbot von Robbenprodukten mit eindeutiger Mehrheit abgestimmt hat. Kanada ist das Land, wo jährlich hunderttausende von Babyrobben grausam abgeschlachtet werden, um aus ihren Fellen kommerziellen Gewinn schlagen zu können. Hierbei handelt es sich um das größte Massaker an Meeressäugern weltweit. Mit 550 von 640 Stimmen hat das Europaparlament für ein Handelsverbot von jeglichen Robbenprodukten – ausgenommen dem Verkauf von Produkten aus der Jagd von Inuit u.ä. – gestimmt. Somit wird der Absatz von Robbenprodukten – in erster Linie Felle – für Kanada drastisch einbrechen. Die Preise für Robbenfelle sind bereits stark gesunken.
„Mit dieser Stimmenmehrheit macht das Europäische Parlament deutlich, dass ganz Europa das blutige Geschäft mit Robbenfellen ablehnt und sich für ein Ende des Robbenschlachtens einsetzt.", so Tanja Wiemann von PETA Deutschland e.V. „Die Kanadische Regierung hat sich bisher nicht von weltweiten Protestaktionen abhalten lassen, das Blutbad an hunderttausenden zumeist wehrlosen Robbenbabies weiterhin auszuführen. Aber jetzt, wo durch ein EU-weites Handelsverbot wichtige Exportländer wegfallen, muss Kanada reagieren und endlich das Robbenschlachtens ein für alle Mal beenden!“
Weiter fordert PETA vom EU- Ministerrat, diesem Verordnungsentwurf in seinem vollen Umfang zu zustimmen. Hunderte von PETA Unterstützern haben sich in den vergangenen Wochen an EU-Parlamentsmitglieder gewandt, um diese zu überzeugen, sich für die Robben einzusetzen und somit für ein Handelsverbot von Robbenprodukten zu stimmen. PETA Deutschland bedankt sich bei allen Unterstützern, die sich für die Robben engagiert haben!
Die Weltöffentlichkeit war, als die kanadische Regierung in diesem Jahr die Fangquote von Sattelrobben auf 338.000 Tiere erhöhte. Normalerweise findet das Massaker auf den Eisschollen Neufundlands und Labradors statt. Den sanften Tieren wird der Kopf eingeschlagen oder sie werden erschossen. Oftmals werden sie bei lebendigem Leib gehäutet, während ihre schreienden Mütter hilflos zusehen müssen. In Hinblick auf die Olympischen Winterspiele 2010 in Vancouver nutzt PETA weltweit die Vorbereitungen auf diesen internationalen Event, um Kanadas Schandfleck zu beseitigen.
Weitere Infos erhalten Sie unter www.peta.de. Druck- und sendefähiges Material kann bei PETA Deutschland e.V. honorarfrei angefordert werden.