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Erst Prügel, dann Abschiebung? Tierpark Berlin und der falsche Umgang mit Elefanten

PETA Deutschland e.V. kritisiert erneut die Elefantenhaltung im Tierpark Berlin

Stand: 21. November 2008

Kontakt: Frank Albrecht, Tel. 07156/ 178 28 35

Berlin/ Gerlingen – Wie die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. gestern er-fuhr, werde der Tierpark Berlin heute Elefantenmutter Bibi und ihre Tochter Panya an den Zoo Halle abgeben. Die Organisation kritisiert, dass sich der Tierpark mit dieser Abgabe zum wiederholten Male seiner so genannten „Problem-Elefanten“ entledigt und offenbar an den tierschutzwidrigen Haltungsbedinungen festhält.

„Elefanten werden im Tierpark Berlin von klein auf u.a. mit Schlägen brutal unterworfen und gefügig gemacht. Wehren sie sich dann, wenn sie größer sind, schiebt der Tierpark sie einfach ab“, so Frank Albrecht, Zooexperte von PETA Deutschland e.V. „Ich frage mich, wie viele tickende Zeitbomben darf der Tierpark noch ungestraft hervorbringen? Wann endlich stoppt jemand diese Fehlentwicklung und diesen ignoranten Zoodirektor und ändert etwas an der tierquälerischen Haltung und Umgang? Wann wird die Haltung im Tierpark endlich auf den geschützten Kontakt umgestellt?“

Bereits 2004 hatte sich Elefantendame Matufa erfolgreich gegen die Uraltmethode der Unterwerfung und Erniedrigung des Tierparks gewehrt und einen Pfleger angegriffen und verletzt. Danach wurde sie nur noch im geschützten Kontakt gehalten und wenig später abgeschoben. Dieses Jahr nun hatte sich Bibi gegen den Pfleger gewehrt (wohl zum 3. Mal), der ihre Tochter Panya brutal verprügelte. Trotz mehrfacher Kritik der Tierrechtsorganisation hält Zoodirektor Blaszkiewtiz und die Stadt Berlin offensichtlich weiter an den Uraltmethoden der Elefantenhaltung fest.

„Zudem werden mit dieser Abschiebung wieder Elefanten aus ihrem sicheren und sehr engen sozialen Familienverband unter Zwang und Gewalt herausgerissen. Wer das Sozialverhalten von Elefanten kennt weiß, wie fatal diese Vorgehen sein kann“ so Frank Albrecht abschließen. „Nur unverbesserliche Ignoranten halten an dieser Fehlentwick-lung weiter fest. Bis zum nächsten, womöglich auch tödlichen, Unfall.“
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