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Essen Sie sich 2011 gesund: Werden Sie Veganer

Von Heather Moore

Kommen Sie! Ich werde für Sie einen Blick in meine Kristallkugel werfen und Ihnen sagen, was das neue Jahr bringen wird. Ich sehe, dass Millionen von Menschen zu Jahresbeginn den Vorsatz fassen werden, Gewicht zu verlieren, dass Fitnesszentren spezielle Konditionen für Mitgliedschaften anbieten, dass Fitnessgeräte zum halben Preis verkauft werden und Händler „Wunderpillen zur Gewichtsabnahme“ und vergünstigte Diätpläne auf den Markt bringen werden. Die meisten Menschen werden sich von der Idee des Abnehmens begeistern lassen.
Doch bis zum Frühjahr werden nur wenige ihr Gewicht so „stark reduziert“ haben, wie dies bei den Preisen für Fitness-CDs der Fall ist. Bis zum „Ball Drop“, bei dem eine Minute vor dem Jahreswechsel eine Lichterkugel am New Yorker Times Square in mit einem Countdown an einem Fahnenmast herab gelassen wird, werden viele Menschen ihre guten Vorsätze komplett vergessen haben. Der ein oder andere wird versuchen, sich einige Wochen lang gesund zu ernähren, findet sich jedoch spätestens bis spätestens zur Faschingszeit Anfang Februar wieder beim herzhaften Biss in einen Krapfen oder einen sauren Hering (zum Martin Luther King Day, dem US-Feiertag, der jeden dritten Montag im Januar begangen wird, bei McDonalds wieder). Denken Sie an meine Worte: Genau so wird es sein – so wahr ich „Carnac the Magnificent“ heiße.

Also gut, mein Name lautet nicht Carnac und ich habe auch keine Kristallkugel. Aber meine Weissagungen werden sich dennoch bewahrheiten, denn genau so läuft es Jahr für Jahr ab. Das neue Jahr wird mit dem guten Vorsatz begrüßt, weniger zu essen und sich mehr zu bewegen. Für viele Menschen bedeutet das aber nur, statt Brathähnchen nun auf Grillhähnchen umzusteigen (in der irrtümlichen Annahme, dass dies gesünder sei). Oder sie zwingen sich zu Bauchmuskeltraining und zu Müsli, das wie Pappe schmeckt, nur um schließlich doch aufzugeben und sich beim nächsten Fastfood-Restaurant ein riesiges Hotdog zu bestellen. Kein Wunder also, dass ihre guten Vorsätze zum Scheitern verurteilt sind. Wer wirklich Gewicht verlieren möchte, sollte sich von Bob Harper, dem Personal Trainer aus der US-Unterhaltungssendung „The Biggest Loser“ inspirieren lassen: Treiben Sie regelmäßig Sport und verfolgen Sie eine gesunde vegane Ernährung.

Eine vegane Ernährung ist keine Diät. Es ist einfach nur leichter, ein gesundes Körpergewicht beizubehalten, wenn man statt tierischer Produkte pflanzliche Nahrung zu sich nimmt, denn die meisten pflanzlichen Nahrungsmittel sind naturgemäß fett- und kalorienarm. Zudem sind sie ballaststoffreich und reich an komplexen Kohlenhydraten, die den Stoffwechsel anregen und so zum Verbrennen von Kalorien beitragen. Natürlich gibt es auch schlanke Fleischesser und füllige Veganer, aber gemäß der US-amerikanischen „American Dietetic Association“ (ADA, Amerikanische Gesellschaft für Diätetik und Ernährung) ist die Wahrscheinlichkeit geringer, dass Veganer Gewichtsprobleme bekommen. Studienergebnisse haben sogar gezeigt, dass das Risiko der Fettsucht bei Fleischessern sage und schreibe neun Mal höher liegt als bei Veganern.

Selbstverständlich möchte ich nicht andeuten, dass man ab sofort drei Mal am Tag riesige Mengen von Salat verzehren sollte. Aber es lässt sich nun mal eben kein Gewicht verlieren, wenn man ungesunde Nahrungsmittel wie Fischstäbchen oder Hühnchen-Sandwiches dazwischen mogelt, oder der Werbung für extragroße Pizzen mit extra Käse in acht verschiedenen Sorten nicht wiederstehen kann.
Wenn Sie wirklich abnehmen und das Leben von Tieren retten möchten, steht Ihnen eine Fülle an köstlichen pflanzlichen Gerichten zur Verfügung, so unter anderem mit Spargel und Zwiebeln gebratenen „Seitannuggets“, Pasta mit scharfer Marinara-Sauce, Drei-Bohnen-Chili mit (oder ohne) veganem „Rindfleisch“-Geschnetzeltem, Linsen-Spinat-Suppe mit warmem Vollkornbrot, Haferflocken mit Mandelmilch und Heidelbeeren, Sojawürstchen, Tofu-„Rührei“ und Kartoffelpuffer, Burritos mit Bohnen oder Pilz-Sahne-Risotto.

Wie diese lange Liste von veganen Köstlichkeiten zeigt, muss man beim Abnehmen auf nichts verzichten oder abwechslungslose Diäten verfolgen. Es gibt heutzutage eine Fülle an veganen Gerichten, mit denen Sie Ihren Gaumen verwöhnen können, ohne dass Tiere dafür leiden müssen. Ich prophezeie denjenigen, die dieses Jahr zu einer veganen Ernährungsweise wechseln, viel Gutes: ein gutes Karma, ein gesundes Herz, einen niedrigen Cholesterinspiegel, einen niedrigeren Blutdruck und ein geringeres Risiko, an Krebs, Diabetes oder anderen Beschwerden zu erkranken. Ihre Familie wird 2011 vermutlich „weniger von Ihnen sehen“ – und das ist gut so!

Heather Moore ist Forschungsexpertin für die PETA Foundation, 501 Front St., Norfolk, VA 23510; www.PETA.org.