Stand: 19. Mai 2010
Gerlingen - Anlässlich des Europäischen Tags der Meere fordert PETA die Menschen zu mehr Mitgefühl mit Meerestieren auf. „Die ganze Welt spricht von Überfischung, aber niemand möchte auf seinen Fisch verzichten. Das muss sich ändern, wenn wir die Meere retten wollen!“, erklärt Meeresbiologin Dr. Tanja Breining. Die Anzahl der jährlich getöteten Fische wird nicht mehr in Individuen sondern in Tonnen gemessen: 100 Millionen Tonnen Fisch werden jährlich aus den Weltmeeren gezogen, 55 Millionen Tonnen Fisch auf so genannten Aquafarmen produziert. Viele Tiere leben noch, wenn sie aufgeschnitten, ausgenommen oder eingefroren werden. Hummer werden lebend in kochendes Wasser geworfen. Delfine überall auf der Welt abgeschlachtet und eingesperrt. Tintenfische nach dem Fang lebend zerrissen und erstickt. Meerestiere sind entgegen den Aussagen der starken Fischlobby nicht gesund, sondern enthalten aufgrund fortschreitender Verunreinigung der Gewässer immer höhere Konzentrationen an Schadstoffen. Dazu zählen unter anderem Quecksilber, das laut aktuellen Studien in den meisten Fischen enthalten ist. Laut Wissenschaftlern des Mahavir Hospital and Research Centre enthält Fisch zudem PCB, das bei Menschen zu Unfruchtbarkeit führen kann. In Sushi und Maki wurden außerdem im Sommer 2008 in einer Untersuchung Fäkalkeime und Staphylokokken nachgewiesen.