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Ex-Bundespräsident Köhler und der Tierschutz

PETA hofft auf tierfreundlichen Nachfolger

Stand: 1. Juni 2010

Berlin / Gerlingen, 1. Juni 2010 – Nach dem überraschenden Rücktritt von Horst Köhler hat das Gerangel um seine Nachfolge begonnen. Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. erinnert jetzt daran, dass sich Köhler während seiner Amtszeit als Bundespräsident oft gegen die Ausnutzung von Tieren ausgesprochen hat. Besonders die globalisierten Dimensionen und Auswirkungen des agrarindustriellen Komplex wurden von Köhler kritisiert. PETA und viele Tierschützer bundesweit hoffen darauf, dass sich Köhlers NachfolgerIn weiterhin für die Rechte so genannter „Nutz“-Tiere engagieren wird.
„Es ist nicht in Ordnung, dass Europa pro subventionierter Kuh mehr ausgibt als ein Afrikaner zum Leben hat!“, sagte Horst Köhler in New York am 29.11.2006 anlässlich der Verleihung der Leo-Baeck-Medaille an den Ex-Präsidenten der Weltbank, Wolfsohn. In Deutschland werden tierische Produkte bislang u.a. dadurch subventioniert, dass sie der Staat mit nur 7 Prozent Mehrwertsteuer belegt. Auch die Discounter-Mentalität im Bereich der konventionellen Tierproduktion wurde von Horst Köhler am 29.9.2006 in Berlin anlässlich der Verleihung der Erntekrone im Französischen Dom hinterfragt: „Wie kann zum Beispiel ein zubereitetes Grillhähnchen im Imbiss weniger kosten als eine Schachtel Vogelfutter?“ Anlässlich der jüngsten Beratungen zu Sparvorschlägen fordert PETA die Bundesregierung dazu auf, als erstes den verminderten Mehrwertsteuer-Satz für Fleischprodukte abzuschaffen. Besonders nach dem europaweiten Skandal um den Hähnchen-Produzenten „Wiesenhof“ Anfang 2010. Zusätzlich müssten eine Extra-Fleischsteuer im Rahmen der bestehenden Öko-Steuer eingeführt und die Fördermittel für Intensivtierhaltungsställe abgeschafft werden.


Interviewkontakt: Agrarwissenschaftler Dr. Edmund Haferbeck, Tel. 07156 / 17828-28, EdmundH@peta.de
Weitere Informationen: www.goveggie.de und www.peta.de/fleischsteuer
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