Jahr für Jahr fallen der herzlosen Mode Millionen von Schlangen, Echsen, Alligatoren und Krokodilen zum Opfer. Alligatoren in der Intensivzucht werden in winzigen Anlagen, mit bis zu 600 Tieren in einem Gebäude, gehalten. Dort stinkt es nach ranzigem Fleisch, Ausscheidungen und abgestandenem Wasser. Obwohl Alligatoren in freier Wildbahn bis zu 60 Jahre alt werden können, schlachtet man sie auf den Farmen meist noch vor ihrem 4. Geburtstag. Die Tiere werden in diesen Einrichtungen oft mit Hämmern zu Tode geschlagen und es dauert häufig bis zu zwei Stunden, bis sie schließlich sterben.
Beweisermittlungen zeigen, dass Schlangen hauptsächlich bei lebendigem Leib gehäutet werden, da die Händler der Ansicht sind, dieses Vorgehen würde die Haut weicher machen. Größeren Tieren wie Pythons steckt man häufig einen Schlauch in den Mund und verabreicht ihnen große Mengen an Wasser, um ihre Haut zu lockern und sie so leichter häuten zu können. Ihre gehäuteten und sich windenden Körper werden weggeworfen, und es kann Tage dauern, bis die Tiere dem Schock oder der Austrocknung erliegen. Schätzungen besagen sogar, dass bis zu 90 % und mehr aller Schlangen, die für die Modeindustrie sterben, Wildfänge sein könnten. Experten vermuten den Hauptgrund für den Rückgang der Population größerer Schlangen in ihren Herkunftsländern darin, dass unzählige von ihnen für den Handel mit Häuten gefangen werden.
Echsen werden trotz der schwindenden Wildpopulationen noch immer massenhaft für die Modeindustrie getötet. Diese Tiere spielen in der Natur eine wichtige Rolle, und das Töten von Millionen von ihnen stört in vielen Teilen der Welt das natürliche Gleichgewicht. Man benötigt mindestens vier Echsen, um ein paar Stiefel herzustellen. Die Echsen lebendig zu häuten wird bevorzugt, da das der Haut angeblich Elastizität verleiht. Mit einem Nagel durch den Kopf werden die Tiere fixiert und ausgestreckt - und man sticht mit zwei Messern auf beide Körperseiten, um die Haut abzuziehen.
Selbst wenn Sie Schlangen oder Krokodile vielleicht nicht süß oder kuschelig finden – denken Sie immer daran: genau wie jedes andere Tier, fühlen sie Schmerz.