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Festtagsgefahren - und wie Sie sie verhindern können

Stellen Sie sich die Festtage doch einmal aus der Perspektive Ihres tierischen Mitbewohners vor: blinkende Lichter, herumliegende Süßigkeiten und Lametta, das nur darauf wartet, vom Baum gezogen zu werden. Unsere Mitbewohner sind in der Weihnachtszeit so vielen Reizen ausgesetzt, dass sie ihnen kaum widerstehen können. Wir Menschen müssen also dafür Sorge tragen, dass unsere Tiere die Festtage glücklich und sicher überstehen. Hierfür gibt es einige grundlegende Tipps:


Silvester

Auch das geräuschvolle Willkommenheißen des neuen Jahres birgt für Tiere größte Gefahren. So verursachen an Silvester explodierende Feuerwerkskörper bei vielen Tieren Panik und auf der Suche nach einem Versteck sind schon viele Hunde und Katzen verlorengegangen.

Lassen Sie Ihre tierischen Begleiter deshalb nicht im Freien, sondern nehmen Sie sie frühzeitig mit ins Haus. Schließen Sie die Rollläden, lassen Sie das Licht brennen und leise Musik oder den Fernseher (keine Silvesteraufnahmen, vielleicht ein Video) laufen, so dass die Tiere so wenig wie möglich vom Feuerwerkslärm mitbekommen.

Wenn Sie am Abend noch kurz mit Ihrem Hund Gassi gehen, dann lassen Sie ihn auf jeden Fall an der Leine und stellen Sie sicher, dass er ein Halsband mit Adressanhänger und Telefonnummer trägt, falls er es doch schafft, sich aus dem Geschirr zu befreien. Sobald jedoch die ersten Feuerwerkskörper in die Luft gehen, sollten Sie Ihren Liebling auf keinen Fall mehr mit nach draußen nehmen!

Pferde sind Fluchttiere, die bei Gefahr leicht in Panik geraten. Sie versuchen dann, Hindernisse wie z.B. Stromzäune zu überwinden, die sie sonst meiden würden. Deshalb sollten sie in jedem Fall frühzeitig in einen sicheren Stall gebracht werden. Auch kommt es immer wieder vor, dass Menschen absichtlich Feuerwerkskörper in Ställe oder auf Tiere werfen. Deshalb sollte eine vertraute Person im Stall sein oder zumindest regelmäßige Kontrollen durchführen, um solche Gefahren gar nicht erst Wirklichkeit werden zu lassen.



Weihnachten

Denken Sie beim Anbringen von Weihnachtsdekoration an Ihre Vierbeiner: besonders Katzen finden Lametta und Weihnachtsgirlanden sehr interessant – allerdings können diese, wenn sie verschluckt werden, den Verdauungstrakt der Tiere blockieren oder sogar Darmwände durchbrechen! Sollte es bereits zu einem Verschlucken gekommen sein, versuchen Sie niemals, Ihrem Tier die Schnur wieder aus dem Mund zu ziehen, sondern bringen Sie Ihren vierbeinigen Gefährten direkt zum Tierarzt!



Vorsicht gilt auch bei Stechpalmzweigen, Mistelzweigen und Weihnachtssternen, da die Pflanzen zu Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und Durchfall führen können – stellen Sie die „Übeltäter“ also in jedem Fall außer Reichweite der Vierbeiner auf!

Ist es endlich soweit und Sie stellen den Weihnachtsbaum auf, dann befestigen Sie ihn am besten zusätzlich mit einer Nylonschnur an der Wand oder an der Decke. Lassen Sie den Baum einige Zeit ungeschmückt stehen, so dass sich Ihre tierischen Mitbewohner an ihn gewöhnen können. Schmücken Sie den Baum besser nicht mit zerbrechlichen Kugeln: wenn diese herunterfallen, können sich Hund und Katze daran die Pfoten aufschneiden. Auch mit Metallhaken befestigter Baumschmuck kann im Falle des Verschluckens zur großen Gefahr werden! Auch Konservierungsmittel und Tannennadeln im Wasser des Baumständers können Tieren schaden. Verstecken Sie am besten den Ständer und alle Stromkabel unter einem Tuch.

Vorsicht walten lassen sollten Sie auch bei Kerzen: Lassen Sie Tiere niemals – auch nicht für einen Augenblick – mit brennenden Kerzen alleine!
Erklären Sie Ihren Gästen, warum sie den Tieren keine Süßigkeiten geben sollten. Schokolade beispielsweise enthält den Stoff Theobromin, der für Hunde giftig ist und zu Herzstörungen, Schlaganfällen und sogar zum Tod führen kann. Gänse- und Hühnerknochen splittern leicht und können im Hals eines Tieres feststecken. Und achten Sie darauf, dass Sie auch alkoholische Getränke außerhalb der Reichweite Ihrer tierischen Begleiter platzieren!

Denken Sie an Weihnachten auch bitte immer daran: Tiere sind keine Weihnachtsgeschenke! Jedes Jahr landen unzählige „Geschenkartikel“ im Tierheim, weil sie plötzlich nicht mehr interessant sind oder von Anfang an nicht gewollt waren. Wenn Sie sich sicher sind, dass Sie einem Tier ein Zuhause schenken können, dann gehen Sie nach Weihnachten in das örtliche Tierheim und suchen Sie dort nach einem neuen Begleiter!