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Fettleibigkeit und große Brüste?

Der Begriff “Gynäkomastie” mag Ihnen zuvor nie begegnet sein, aber Sie haben ganz sicher schon Männer mit diesem medizinischen Phänomen gesehen ... oder leiden womöglich selbst daran. Das Problem ist mittlerweile so weitverbreitet, dass sich alleine im Jahr 2001 16.000 amerikanische Männer einem chirurgischen Eingriff zur Brustverkleinerung unterzogen. Zwischen 30 und 60 Prozent aller Männer entwickeln dieses unmännliche Erscheinungsbild. Und gibt es etwas Peinlicheres als einen Mann mit Brüsten? “Warum ich?” könnten Sie fragen. Die Antwort findet sich möglicherweise beim Essen auf Ihrem Teller. Die meisten Fälle von Gynäkomastie werden von zuviel Östrogen oder östrogenähnlichen Substanzen im Körper verursacht. Ein Weg, zuviel Östrogen zu erhalten, liegt im Verzehr von Fleisch und Milchprodukten, die voller Hormone und Chemikalien stecken.

In der heutigen Massentierhaltung, die darauf abzielt, Tiere so schnell wie möglich zum Schlachtgewicht zu mästen, wird das Futter immer wieder mit wachstumsfördernden Substanzen versetzt, und Rinder erhalten Hormone. Bei einigen von ihnen handelt es sich um eine natürliche Form des Östrogens, wie z.B. Estradiol, andere wiederum sind Chemikalien, die natürlich vorkommende Hormone nachahmen. Diese Hormone und sonstigen Mittel verlassen den Körper nicht mehr so einfach. Sie lagern sich im Fettgewebe von Tieren ab, die dann geschlachtet, zerteilt und stückchenweise im Supermarkt verkauft werden. Und die Menschen essen dann nicht nur dieses Fleisch von Tieren oder trinken die Kuhmilch, sondern nehmen damit auch gleichzeitig die Hormone und anderen Arzneimittel in ihrem Körper auf.

Unsere Körper produzieren zwar selbst auch winzige Mengen von Hormonen, sind aber nicht darauf eingestellt, mit Hormonen und hormonähnlichen Chemikalien über die Nahrung bombardiert zu werden. Diese Östrogene bringen unser System völlig durcheinander, und für viele Männer bedeutet dies, dass sie ganz unerwünscht frauliche Brüste bekommen. Man mache sich klar: ein 8jähriger Junge, der zwei Hamburger am Tag isst, erhöht damit bereits seinen Hormonspiegel um 10 Prozent! Im Laufe der Jahre kann dies dann zu einem solchen Östrogen-Ungleichgewicht führen, dass daraus das Wachstum von Brüsten resultiert.

Auch Pestizide tragen zu diesem Problem bei. Kohlenwasserstoff-Pestizid-Rückstände gaukeln dem Körper bei Einnahme vor, die Östrogenspiegel seien hoch. Ganze 94 Prozent aller Kohlenwasserstoff-Pestizid-Rückstände gelangen in unseren Körper durch den Verzehr von tierischen Produkten wie Hühner-, Schweine- und anderem Fleisch sowie Milchprodukten und Eiern.

Weniger Fleisch, kleinere Männerbrüste
Produkte tierischen Ursprungs aus Ihrer Ernährung zu verbannen, hat gleich mehrere Vorteile: Sie reduzieren damit die Aufnahme von Östrogenen und östrogenähnlichen Substanzen drastisch, und weniger Östrogen bedeutet weniger Probleme mit unerwünschten Nebenwirkungen. Studien haben außerdem belegt, dass Vegetarier über eine größere Zahl an speziellen Molekülen verfügen, das sogenannte “Sexhormon bindende Globulin” oder kurz SHBG, die sich an Östrogen binden, bis sie bei Bedarf wirklich vom Körper abgerufen werden. Oder um es anders auszudrücken: SHBG sagt Ihrem Körper, dass er das Östrogen nicht benutzen und auch keine Brüste wachsen lassen soll. Das Östrogen wird lediglich freigesetzt, um die körpereigenen Hormone im Gleichgewicht zu halten. Und dann nehmen Vegetarier zwei- bis dreimal mehr Ballaststoffe auf als Nicht-Vegetarier. Ballaststoffe jedoch sind unbedingt notwendig, um Überschüsse an Östrogen im Körper zu reduzieren, wie Wissenschaftler an der Universität von Vermont feststellten.

Im übrigen kann eine vegetarische Ernährung Sie vor einer ganzen Reihe lebensbedrohlicher Erkrankungen schützen, darunter Herzerkrankungen, Diabetes, bestimmte Krebsarten und Fettleibigkeit. Klicken Sie hier, um mehr zu erfahren.

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“Wenn unsere Geschmacksknospen gegenüber dem Geschmack so sensibel wären wie unsere Zielzellen gegenüber Hormonen, könnten wir ein einziges Zuckerkörnchen in einem Swimming Pool mit Wasser schmecken. ” — John Robbins, Diet for a New America