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Fisch zu essen ist gesund? Höchstens vielleicht die Band- und Spulwürmer im Fisch sind gesund!

Von Becky Fenson, People for the Ethical Treatment of Animals

In den letzten Wochen erreichten uns immer mehr Nachrichten zum Thema Fisch in Chicago. Dabei ging es meist nicht um die neusten „Delikatessen“, sondern um Vorfälle wie diese:

Der erste Fall handelte von einem Mann, der ein Restaurant in Chicago verklagte, weil er tagelang schwerkrank war, nachdem ihm dort ein Salat mit rohem Lachs serviert worden war. Der Mann hatte einen 2,70 Meter langen Bandwurm.
Gerichtsdokumenten zufolge fand eine Pathologin heraus, dass der Riesenbandwurm nur einer Quelle stammen kann: „ungekochtem Fisch, wie rohem Lachs“.

Wenn einen das nicht zum Vegetarier macht, was dann?

Die nächste Meldung berichtete uns von einem Mann aus dem Großraum Chicago, der sich das Gift von Kugelfischen beschaffte, um dieses als Waffe einzusetzen. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass sich der Mann als Forscher ausgab, um Tetrodotoxin, die tödliche, im Kugelfisch vorkommende Substanz, die keine bekannten Antidoten besitzt, kaufen zu können. Er wurde festgenommen, nachdem eine Polizeitruppe sein Haus stürmte und mehr als 40 Ampullen des tödlichen Neurotoxins fanden.

Natürlich ist es wohl ehr die Ausnahme, dass jemand Pufferfisch-Gift sammelt, um Menschen damit zu verletzen (obwohl in Japan jedes Jahr eine Hand voll Menschen sterben, nachdem sie Kugelfisch, Fugu oder Sashimi gegessen haben).
Würde ich allerdings Fisch essen, käme mir diese Bandwurm-Geschichte wirklich beängstigend vor. Nun, da rohe Fischgerichte wie Lachs-Tartar und marinierter, geräucherter Lachs immer beliebter werden, gehe ich davon aus, dass wir in Zukunft noch mehr von grusligen Würmern im Darm eines Fischessenden hören werden.

Viele Menschen, die einen Bandwurm haben – durch das Essen von Fisch, der mit Larven infiziert ist – merken dies jahrelang nicht. Den ungebetenen Gast bemerken sie erst mit dem Stuhlgang, durch Durchfallerkrankungen, Unterleibskrämpfen, Übelkeit oder andere Symptome.

Tammy Burton, einer Fischpathologin des Alaska Department of Fish and Game zufolge, treten Bandwurmlarven in Lachs aus Alaska “häufig” auf. Lachse aus Fischfarmen können die Larven ebenfalls enthalten, wenn sie einige Zeit in frischem Wasser verbringen. Kabeljau, Flunder und Heringe tragen oft Spulwürmer in sich; diese können auf den Menschen übertragen werden, die rohen oder ungekochten Fisch essen.

Möchte jemand Sushi?

Spulwürmer erscheinen vielen Menschen zwar ekelhaft (mal ehrlich, wer will schon einen 2,5 Meter langen Wurm im Bauch haben), aber sie bringen einen nicht um. Einige andere Substanzen in Fischen allerdings schon. Häufig sind Fische mit Quecksilber belastet – einem Gift, das nachweislich Hirnschäden, Gedächtnisverlust, Zittern und Gliederschmerzen verursachen kann – sowie Dioxin, PCB und anderen krebserregenden Giftstoffen – und im Gegensatz zu Wurmlarven, wird man Quecksilber und Dioxin nicht einfach durch das Kochen oder Eingefrieren des Fisches los.

Wenn ich nicht schon Vegetarierin wäre, würde ich nach diesen Geschichten auf jeden Fall darüber nachdenken. Ich habe schon vor vielen Jahren aufgehört, Fische und andere Tiere zu essen. Ich bin leidenschaftliche Schwimmerin und als ich in San Francisco lebte, verbrachte ich viel Zeit damit, in der Bucht zu schwimmen. Irgendwie hatte ich dann das Gefühl, meine „Freunde“ zu essen.

Was mich in der Bucht am meisten störte, waren nicht die starke Strömung oder der Schiffsverkehr, sondern unter einem Pier schwimmen zu müssen, von dem unzählige Angelhaken ins Wasser herabhingen. Das jagt mir immer noch eine Riesenangst ein, ich möchte nämlich nicht irgendwann einmal an so einem Haken hängenbleiben! Und man muss kein Genie sein, um zu der Annahme zu kommen, dass Fische auch nicht gerade scharf darauf sind.

Ich persönlich weiß jetzt, dass Fische – genau wie alle anderen Tiere – Schmerz empfinden und sogar eigenständige Charaktere besitzen; deshalb würde ich niemals nur im Traum daran denken, einen von ihnen zu essen. Für diejenigen unter Ihnen, die dies jedoch noch immer tun, wundern Sie sich nicht, wenn Ihr Kellner sie fragt: „Hätten Sie gern Tartar zu Ihrem Bandwurm?“

Wenn sich das nicht gerade appetitlich für Sie anhört, dann ist es jetzt wahrscheinlich an der Zeit, Fische und andere Tiere von Ihrem Teller zu verbannen.