peta.de
Netzwerk
www.peta.de/netzwerk
peta.de peta.de

Fischfleisch ist auch keine Lösung

Es ist eindeutig hochgradig unwirtschaftlich, unser Getreide an Tiere zu verfüttern, damit wir deren Fleisch dann essen können. Aber viele Menschen mögen sich vielleicht dazu hinreißen lassen zu glauben, dass man den Hunger auf der Welt wirksam bekämpfen könnte, wenn man sich, statt Landtiere zu züchten, auf das Züchten von Fischen konzentrieren würde. Leider ist das Züchten von Fischen jedoch genauso schlecht für die Hungernden dieser Welt wie die restliche Tierwirtschaft.

Die kommerzielle Fischerei leert unsere Ozeane in einer alarmierenden Geschwindigkeit. 85 Prozent der Fischbestände gelten bereits als bis an die Grenze befischt oder sogar schon als zusammengebrochen. (1)


Berufsfischer aus reichen Ländern wie den USA, Japan und der europäischen Union kaufen die Fischereirechte für Ozeane rund um arme Länder auf den Kontinenten Afrika und Südamerika auf. Nachdem sie diese Gebiete geplündert haben, ziehen sie weiter und lassen ein verwüstetes Ökosystem und hungernde Einheimische zurück. The Guardian erklärt dazu: „Wir können Fisch essen, doch nur, wenn wir bereit sind, zum Zusammenbruch der Meeresökosysteme und - weil europäische Flotten die Meere vor Westafrika plündern - zum Hunger der ärmsten Menschen der Welt beizutragen. Man kommt unmöglich um die Schlussfolgerung herum, dass die einzig tragbare und sozial gerechtfertigte Option die ist, dass die Bewohner der reichen Welt, wie die meisten Menschen dieser Erde, weitgehend vegan werden.“

Eine der „Lösungen“ zu den sich erschöpfenden Wildfischpopulationen besteht in dem Vorschlag, Fische vermehrt zu züchten. Das Züchten von Fischen jedoch verbraucht, wie alle Formen der Tierwirtschaft, sehr viel mehr Nahrung als es je produzieren könnte. Sollen Fisch oder Krabbe ein Kilogramm Fleisch liefern, müssen sie erst bis zu 5 Kilogramm Futter verzehren. Zuchtfische werden häufig mit anderen Fischen gefüttert, die den Meeren entnommen wurden; dadurch trägt die Fischzucht sogar noch zur größeren Belastung für die Meere bei als der kommerzielle Fischfang! (2)

Quellenhinweise:
(1) http://www.welt.de/wissenschaft/umwelt/article12721150/Globalen-Fischbestaenden-droht-der-Kollaps.html (Stand März 2011)
(2) [url=http://www.peta.de/web/fischfarmen.523.html ]http://www.peta.de/web/fischfarmen.523.html [/url]



Weiter zu Seite 6: Vegan leben - die Welt ernähren



Seite 1: Fleischessen bedeutet Hunger für die Welt

Seite 2: Warum sich Tierwirtschaft nicht rechnet

Seite 3: Unseren Kindern die Zukunft rauben

Seite 4: Ausbeutung der Armen für den Gaumenkitzel der Reichen