Stand: 12. November 2010
Tierschützer protestieren am Montag am Leffers Eck in Oldenburg gegen Tierquälerei in der Lederbranche. In einem überdimensionalen Schuhkarton liegt eine nackte, blutverschmierte Aktivistin der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. (People for the Ethical Treatment of Animals). Ein weiterer Freiwilliger im lebensgroßen Kuhkostüm fragt: „Macht Ihr Schuh muhhh?“ PETA macht mit der Aktion darauf aufmerksam, dass Leder die Haut eines getöteten Tieres ist. Tiere, die schließlich als Tasche, Schuh oder Gürtel enden, müssen die gesamte Bandbreite der Qualen in der Massentierhaltung erleiden. In der Regel dienen vor allem Rinder und deren Kälber, Schweine, Schafe und Lämmer als „Lederlieferanten“, aber auch Pferdehäute werden in Deutschland zu Leder verarbeitet. Zudem werden in China sogar Hunde und Katzen zu Pelz-, aber auch Lederartikeln verarbeitet, die dann auf dem europäischen Markt landen. Jeder Kauf trägt zum wirtschaftlichen Gewinn von Schlachthäusern bei. Um das immense Leid in der Lederbranche zu verhindern, fordert PETA die Oldenburger Passanten deshalb zum Kauf lederfreier Schuhe auf. Die Umstellung ist ganz einfach, denn lederfreie Alternativen werden bereits in allen Schuhgeschäften und Online-Shops angeboten.