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Mulesing
Von der Feuchtigkeit angezogen, legen Fliegen ihre Eier in den Hautfalten der Schafe ab, und die ausgeschlüpften Larven können die Schafe bei lebendigem Leibe auffressen. In dem Versuch, diesen "Fliegenbefall" zu verhindern, nehmen die australischen Rancher einen barbarischen Eingriff an den Tieren vor - das "mulesing"; dazu werden die lebenden Schafe unter Gewaltanwendung auf den Rücken geworfen und ihre Beine zwischen Metallstäben fixiert. Dann schneidet man ihnen - ohne jedes Schmerzmittel! - Essteller große Fleischstücke vom Bereich rund um ihren Schwanz weg. Man will so erreichen, dass sich eine glatte, vernarbte Fläche bildet, die keine Angriffsfläche mehr für Fliegeneier bietet. Ironischerweise aber werden gerade diese großflächigen blutigen Wunden häufig von Fliegen befallen, noch bevor sie abheilen können.
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Lebendtransport
Werden die Schafe älter und ihre Wollproduktion lässt nach, verliert der Wollfarmer an ihnen das Interesse. Dann heißt es: ab zum Schlachter. Dies führt alljährlich zum grausamen Lebendexport von 6,5 Millionen Schafen von Australien in den Nahen Osten und nach Nordafrika auf mehrstöckigen Offendeck-Schiffen in extremer Beengtheit.
Schlachtung
Wenn die Überlebenden endlich am Bestimmungsort anlangen, schleift man sie von Bord und schmeißt sie auf Ladeflächen von LKWs oder in Kofferräume von PKWs, nur um ihnen schließlich bei vollem Bewusstsein die Kehle aufzuschlitzen und sie umzubringen. In den moslemischen Staaten Nordafrikas und des Nahen Ostens ist die rituelle Schlachtung von humanen Schlachtvorschriften ausgenommen. Manche Schafe werden massenweise auf großen Plätzen getötet, andere nach Hause gebracht, oft im Kofferraum von PKWs, und einfach vom Käufer getötet.
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