Frei werdender Platz im Zoo Augsburg soll Tierrefugium werden
Stand: 9. Dezember 2010
Augsburg / Gerlingen, 9. Dezember – Im Augsburger Zoo mussten ein Leopard und mehrere Riesenschlangen eingeschläfert werden. Der Leopard hatte anscheinend nicht mehr gegessen, während die Riesenschlangen an einer Viruserkrankung litten. Aufgrund der Ansteckungsgefahr mussten laut Zeitungsbericht alle Riesenschlangen im Reptilienhaus eingeschläfert werden. Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. appelliert jetzt an Dr. Barbara Jantschke, Geschäftsführerin Zoologischer Garten Augsburg GmbH, die Chance zu nutzen und mit dem frei werdenden Platz neue Wege zu bestreiten. Statt weiter zu züchten sollte aus dem leeren Reptilienhaus ein „Refugium für gerettete Tiere“ werden.
„Oft genug können verwahrloste exotische Tiere aus Privathaltung oder einem Zirkus nicht beschlagnahmt werden, da es für sie keinen geeigneten Platz gibt. Von Tierschützern betriebene Auffangstationen sind längst am Rande ihrer Kapazitäten angekommen, viele Großtiere können nicht gerettet werden“, so Kampagnenleiterin Carola Schmitt von PETA, die auch die massive Zunahme von exotischen Tieren in Privathaushalten kritisiert. „Der Exotenboom beschert den Tierheimen große Probleme“. Der Zoo in Augsburg hat jetzt die Chance, den Geist des Tierschutzes in seine Politik aufzunehmen. „Wenn Zoos aus der Schusslinie von Tierrechtsorganisationen geraten wollen, müssen sie dringend umdenken“, sagt Schmitt.
Interviewkontakt: Carola Schmitt, Mobil 0162 / 2578504, CarolaS@peta.de
Weitere Informationen:
www.zoo.peta.de