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Freude bei Tierschützern: Uni-Bochum stoppt Gehirnversuche an Affen

PETA findet Platz für die Tiere, um ihnen einen friedlichen Lebensabend zu gönnen

Stand: 11. Dezember 2008

Kontakt: Dr. Tanja Breining, Mobil: 0173/6575668

Bochum – Wie die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. am vergangenen Mittwoch erfahren hat, wird die Ruhr-Universität in Bochum nach dem Ausscheiden von Professor Hoffman im Sommer 2009 die grausamen Gehirnversuche an Affen stoppen. Dies wurde PETA mündlich von der Pressestelle der Universität und schriftlich vom Dekan der Fakultät für Biologie bestätigt. PETA hatte erst im Oktober an die Landesregierung Nordrhein-Westfalen geschrieben und um ein Verbot von Affenversuchen gebeten.

„Wir gratulieren der Universität Bochum zu dieser Entscheidung. Das Versuchsende ist eine neue Chance auf einen schönen Lebensabend für die Leid erprobten Tiere“, so Dr. Tanja Breining, Biologin bei PETA. Die Organisation hat bereits eine Zusage von AAP in Holland (http://www.aap.nl), der Auffangstation für Affen und andere exotische Tiere, aus Zoos und Versuchslabors weltweit. Dies wurde bereits auch dem Dekan mitgeteilt, die Antwort steht jedoch noch aus.

„Wir hoffen nun darauf, dass auch die anderen Städte, wie Göttingen, Tübingen, Magdeburg, Marburg und Frankfurt die Versuche sofort einstellen werden!“
PETA wartet jedoch noch auf eine Antwort der einzelnen Landesregierungen.

Wenn die Affen in all den Universitäten Ähnliches erlebt haben wie derzeit noch die Makaken unter Professor Kreiter in Bremen, dann bedeutet dies Trinkentzug über 4 Tage (Montag-Freitag, Quelle Spiegel). Damit werden sie gezwungen, stundenlang in einem Stuhl festgebunden still zu sitzen, denn nur dann bekommen sie etwas zu trinken. Anschließend bohrt man ihnen den Schädel auf und führt Elektroden in das Gehirn ein. Ein Metallbolzen wird auf den Schädelknochen geschraubt, so dass der Kopf der Tiere an einem Gestell festgeschraubt werden kann. Die fixierten Tiere müssen auf einen Bildschirm schauen und dabei Aufgaben erledigen, z.B. bei bestimmten Bildern einen Hebel bedienen.

Laut Spiegel Artikel haben die 10 Jahre langen Studien in Bremen nur unermessliches Leid für die Tiere gebracht, jedoch keine Ergebnisse, die für den Menschen zur Bekämpfung von neurologischen Krankheiten hilfreich wären. Mit modernen Technologien wie Magnetresonanz- oder der Positronen Emissionen-Tomographi kann die Verarbeitung von Nervenreizen im Gehirn von Freiwilligen untersucht und Patienten, die an Alzheimer, Parkinson oder anderen neurologischen Erkrankungen leiden, geholfen werden.

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