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Geklont oder nicht – Fleisch ist gefährlich

Von Heather Moore

Die amerikanische Arzneimittelzulassungsbehörde (FDA) gab vor kurzem bekannt, dass Fleisch und Milch von geklonten Kühen, Schweinen, Ziegen und deren Jungen “genauso sicher wie Produkte konventionell gezüchteter Tiere” sei. Das ist genauso, als würde man sagen, eine Zigarettenmarke sei genauso sicher wie eine andere. Die Frage sollte doch nicht sein, ob Fleisch und Milch von geklonten Tieren zusätzliche Gesundheitsrisiken bedeuten, sondern warum überhaupt jemand diese Produkte konsumieren sollte.

Sehen wir den Tatsachen doch ins Gesicht: Fleisch – geklont oder nicht – ist ungefähr so “sicher”, wie ein gestresster Star hinter dem Lenkrad seines Autos. Fleisch ist voll von Cholesterin, gesättigten Fettsäuren und konzentriertem Protein – all diese Stoffe tragen zur Entstehung von Herzkrankheiten bei. Studien belegen, dass Fleischesser ein um 50 % höheres Risiko laufen, eine Herzkrankheit zu bekommen, als Vegetarier. Eine Studie, die im American Journal of Clinical Nutrition veröffentlicht wurde, bewies, dass 26 % der untersuchten Fleischesser unter zu hohem Blutdruck litten – dem Risikofaktor Nummer Eins für Herzanfälle – im Vergleich zu nur 2 % der Vegetarier. Die Amerikanische Ernährungsgesellschaft räumt ein, dass Menschen, die tierische Produkte verzehren häufiger übergewichtig sind, als Vegetarier.

Im Jahr 2007 brachte das Amerikanische Institut für Krebsforschung und WCRF International (World Cancer Research Fund) einen gemeinsamen Bericht heraus, der den Menschen riet, an Gewicht zu verlieren und ihren Konsum an rotem und verarbeitetem Fleisch einzuschränken, um bestimmte Krebsarten, wie Darm- und Brustkrebs, zu verhindern. Forscher der Universität von Minnesota, die Harvard School of Public Health, sowie andere Institutionen warnten, dass rotes und verarbeitetes Fleisch Diabetes auslösen kann. Andere Fleischprodukte schnitten jedoch nicht besser ab: Einer Harvard-Studie von 2006 zufolge, besteht bei Menschen, die regelmäßig hautloses Hühnchen vom Grill aßen, ein 52 % höheres Risiko Blasenkrebs zu entwickeln, als bei Menschen, die dies nicht tun.

Zusätzlich kann Fleisch- und Milchverzehr zu Erkrankungen durch gefährliche Bakterien führen. Erst vor kurzem zog die Rochester Meat Company aus Minnesota 188.000 Pfund Rinderhack zurück, das wahrscheinlich mit Kolibakterien infiziert war. Seit Oktober gab es mindestens acht weitere Fälle, in denen Fleisch mit potentiellen Kolibakterien zurückgezogen wurde. Im September hatte die Topps Meat Company aus New Jersey über 21 Millionen Pfund an Rindfleisch zurückgezogen, nachdem 100 Menschen erkrankt waren. Seit vergangenem Juni, starben drei ältere Herren und eine Frau erlitt eine Fehlgeburt, nachdem sie mit Listeria verseuchte Milch aus einer Milchfarm in der Nähe von Boston getrunken hatten.

Anstatt den Menschen nun aber wenigstens von tierischen Produkten abzuraten, genehmigt die FDA, dass Fleisch und Milch der Jungen von geklonten Tieren auf den Markt kommt – und das sollen die Käufer schlucken? Das klappt wirklich nur in Amerika. Die European Group on Ethics in Science and New Technologies meint, sie fände keine überzeugenden Argumente für die Produktion von Nahrungsmitteln geklonter Tiere und ihrer Jungen.

Man kann das einfach nicht rechtfertigen. Fleisch und Milch sind nicht nur ungesund, das Klonen von Tieren ist auch unethisch. Geklonte Tiere stellen ein Risiko für ihre Ersatzmütter dar, da sie im Normalfall zu groß sind, als das sie normal ausgetragen werden könnten. Viele Klone haben Geburtsfehler und geklonte Kälber starben häufig an Abnormalitäten der Atemwege, Verdauung, des Blutkreislaufes, Nerven-, Muskel- und Knochenproblemen. Der FDA zufolge gilt jedoch, dass Tiere, die einige Monate lang überlebe können, normal erscheinen. Das ist doch wirklich beruhigend: Wenn sie nur lange genug leben, können sie auf die gleiche grausame Weise wie andere Tiere geschlachtet werden.

Die FDA bewegt sich in die falsche Richtung. Immer mehr Konsumenten entscheiden sich für gesündere und tierfreundlichere Lebensmittel. Sie wählen das einzig sichere Fleisch – falsches Fleisch – und andere vegetarische Optionen. Eine Mitel Umfrage von 2005 gab an, dass die Verkäufe vegetarischer Lebensmittel in den USA, zwischen 2000 und 2005, um 64 % gestiegen waren und sahen voraus, dass der vegetarische Ernährungsmarkt in den nächsten Jahren weiter wachsen wird. Diese Fakten stehen für den Forschritt – nicht so aber Tiere zu erschaffen und ungesundes Essen zu vermarkten.