Geldbuße als Strafe für Elefanten-Ausbruch nicht ausreichend
PETA appelliert an Schweizer Gesetzgebung für ein Wildtierverbot im Zirkus
Stand: 30. Juni 2010
Zürich / Gerlingen, 30. Juni 2010 – Anfang Juni brach die Elefantenkuh Sabu aus dem Schweizer Zirkus Knie aus. Herrenlos herumirrend sorgte sie in der Züricher Innenstadt für große Aufregung, wurde von der Polizei gejagt und eingefangen. Jetzt sind die polizeilichen Ermittlungen abgeschlossen. Laut Medienberichten soll es zu einem Verfahren mit einer möglichen Geldbuße kommen. Zu wenig, findet Deutschlands größte Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. (Menschen für den ethischen Umgang mit Tieren). PETA fordert stärkere Konsequenten: Der Ausbruch des Elefanten dürfe nicht verharmlost werden, schon ein Rüsselschlag hätte für Passanten tödlich enden können. Deswegen appelliert die Tierrechtsorganisation jetzt an die Schweizer Gesetzgebung, dem Vorbild Österreichs zu folgen und ein generelles Wildtierverbot im Zirkus auszusprechen.
„Jedes Jahr ereignen sich schwere Unfälle mit aus Zirkussen ausgerissenen Elefanten. Die Schweizer Politiker dürfen keinen Amoklauf mit tödlichem Ausgang abwarten – sie müssen jetzt handeln, bevor es zu spät ist!“, fordert Carola Schmitt, Sprecherin der PETA-Kampagne „Wildtiere raus aus dem Zirkus“. Die Gefährlichkeit von in Gefangenschaft gehaltenen Wildtieren ist hinreichend bekannt. Insbesondere wenn sie schlecht gehalten werden, was laut PETA im Zirkus systembedingt durch das permanente Reisen der Fall ist, können sie Aggressionen entwickeln. Unfälle mit Wildtieren im Zirkus sind keine Einzelfälle: Seit 1990 wurden weltweit mindestens 59 Menschen durch Amok laufende Elefanten getötet, über 120 wurden verletzt. In dreizehn europäischen Ländern gibt es bereits ein Wildtierverbot für Zirkusse bzw. starke Beschränkungen bezüglich einzelner Wildtierarten.
Interviewkontakt: Carola Schmitt, 07156 / 17828-24, CarolaS@peta.de
Weitere Informationen:
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