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Großhandelsmarkt METRO Koblenz wegen Verdachts der Tierquälerei beim Veterinäramt angezeigt

Hälterung lebender Hummer tierschutzwidrig

Stand: 4. August 2010

Koblenz / Gerlingen, 4. August 2010 – Gegen den Großhandelsmarkt METRO Koblenz läuft seit gestern eine Ordnungswidrigkeits-Anzeige beim Veterinäramt Koblenz wegen Verdachts der Tierquälerei. Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. (People for the Ethical Treatment of Animals) beschuldigt Geschäftsführer Volker Bremerich, in seiner Filiale Hummer tierschutzwidrig zu halten. Die Hummer würden mit zusammengebundenen Scheren tagelang ohne Nahrung in einem Becken gehalten, da ihre Exkremente das Becken verschmutzen könnten. Teils sind die, in der Natur einzelgängerischen Tiere sogar übereinandergestapelt. Nach Auffassung von PETA ist die Hummer-Hälterung bei METRO Koblenz ein Verstoß gegen die tierschutzrechtlichen Bestimmungen: Tiere müssen angemessen ernährt und verhaltensgerecht untergebracht werden, heißt es dort. In Österreich hat der Verwaltungssenat gegen METRO bereits ein Verbot gegen eine solche Hummerhaltung erlassen und eine Geldbuße verhängt. „Wenn eine solche Hummerhaltung in Österreich verboten ist, sollte dies auch bei uns der Fall sein!“, so Meeresbiologin Dr. Tanja Breining von PETA.

Hummer legen in freier Wildbahn lange Strecken gehend bzw. schwimmend zurück. Dies ist ein ihnen von Natur zugedachter Freiheitsdrang, der ihnen in der Verkaufshälterung und zuvor auch bereits während des langen Transportes genommen wird. PETA fordert das Veterinäramt Koblenz auf, METRO Koblenz ein Hälterungsverbot für Hummer aufzuerlegen. Zahlreiche Restaurants haben Hummer aus Tierschutzgründen von der Speisekarte gestrichen, so zum Beispiel die Sterne- und Fernsehköchin Cornelia Poletto und das Restaurant Cube in Stuttgart.

Interviewkontakt: Dr. Tanja Breining, Tel. 07156 / 17828-30, TanjaB@peta.de
Weitere Informationen: www.Freiheit-fuer-Hummer.de
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