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Hätte der Holzklotz-Mord verhindert werden können? Täter war schon als Tierquäler auffällig

Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. warnt erneut vor Bagatellisierung von Tierquälerei

Stand: 27. Mai 2008

Kontakt: Dr. Edmund Haferbeck, Tel.: 07156 – 178 2828, mobil: 0171-4317387

Gerlingen / Oldenburg – Mittlerweile wird bekannt, dass der Holzklotz-Täter von Oldenburg in der Vergangenheit schon mal eine Katze tierquälerisch behandelt hat. Da das Tier nicht umkam und wohl auch keine größeren Blessuren davontrug, wurde diese tierfeindliche Einstellung des Täters nicht weiter beachtet bzw. sogar als Nichtigkeit fast vergessen. Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V., die seit Jahren die Bevölkerung, Behörden und Justiz dafür sensibilisiert, tierquälerische Akte ernst zu nehmen, fragt sich nun, ob der heimtückische Holzklotz-Mord nicht hätte verhindert werden können.

„Selten bleibt es bei einer Einzeltat und selten bleibt dieses Verhalten auf das Misshandeln von Tieren beschränkt. Heute sind es Igel, morgen Katzen oder Hunde und übermorgen Menschen“, so PETAs wissenschaftlicher Berater Dr. Edmund Haferbeck. In den Lebensläufen von Vergewaltigern und Mördern trifft man i.d.R. immer wieder auf teils bestialische Tierquälereien in der Vergangenheit, meist schon im Jugendalter.

Diese Erkenntnis findet hoffentlich immer mehr Beachtung bei der Justiz. In den letzten Monaten sind mehrere Tierquäler von der Justiz rechtskräftig verurteilt worden wg. roher und schlimmer Gewaltdelikte gegen Tiere.

Repräsentatives Beispiel neben Fällen aus Rastatt oder Isny ist ein Fall aus Wetzlar (Urteil vom 25.04.2007 vom AG Wetzlar, Az: 1 Js 55003/06 jug), wo Jugendliche mit verschiedenen Gegenständen auf ein Mutterschaf einschlugen bis es tot war. Dann hoben sie das Schaf mit dem Kopf in eine gefüllte Regentonne und steckten ihm einen Besenstiel in den After. Die Jugendlichen wurden zu Freiheitsstrafen teils ohne Bewährung verurteilt. Der zuständige Richter: „… er schlug das Tier und stach dem toten Kadaver noch mit einem Stock von hinten in die Innereien: ein hypergemeines Handeln, aus dem bedenkliche Schlüsse auf das Wesen dieses Heranwachsenden zu ziehen sind!“

In der PETA-Broschüre "Menschen, die Tiere quälen belassen es selten dabei", die für Journalisten, Richter, Staatsanwälte und Polizisten kostenlos zur Verfügung steht, nennt PETA zahlreiche Statistiken und Studien zum Thema.
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