Hätte Natascha Kampusch früher gerettet werden können? Entführer Priklopil wegen Tierquälerei auffällig
PETA Deutschland e.V. schickt Broschüren an österreichische Polizeistationen
Stand: 15.Februar 2008
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Gerlingen/Wien - Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. schickt ihre Broschüre „Menschen, die Tiere quälen belassen es selten dabei“ an österreichische Polizeistationen und reagiert damit auf aktuelle Zeitungsmeldungen, wonach Natascha Kampuschs` Entführer und Peiniger Wolfgang Priklopil wegen Tierquälerei auffällig wurde, ohne dass dies Konsequenzen für ihn gehabt hätte. Dabei hätten zahlreiche Studien längst bewiesen, dass Tierquälerei und Verbrechen an Menschen Hand in Hand gehen. Frau Kampusch hätte womöglich früher gerettet werden können, hätte man die Anzeige eines Ex-Polizisten gegen Priklopil wegen Tierquälerei zwei Jahre nach Nataschas Verschwinden ernster verfolgt. Natascha Kampusch konnte im August 2006 aus eigenen Kräften nach achtjähriger Gefangenschaft ihrem Entführer entkommen.
Zeitungsmeldungen zufolge wurde Priklopil beobacht, wie er in seinem Garten saß und mit einem Kleinkalibergewehr auf Vögel schoss und offensichtlich Spaß dabei hatte, wie die Tiere hilflos, einbeinig, und schwer verletzt zusammenbrachen und starben. Priklopil sei zwar vernommen worden, leugnete jedoch die Tat.
„Tierquälereien müssen grundsätzlich viel ernsthafter verfolgt werden. Forensische Forschungsergebnisse sagen eindeutig, dass Tierquälerei oft der Beginn, Mord an Menschen das Ende vieler grausamer Taten ist“, so Dr. Edmund Haferbeck von PETA Deutschland e.V.
Auch der bekannte Robert Ressler, der Profile über Serienmörder für das FBI erstellt, stellt fest: „Mörder beginnen ihre zweifelhafte Karriere oft damit, Tiere zu quälen oder zu töten“.
Die Geschichtsbücher seien voll von Beispielen über notorische Tierquäler und Mörder. Rolf Diesterweg, der Mörder von Kim Kerkowe und Silke Meyer, hätte zuvor Kaninchen, Katzen und andere Tiere gequält. Ronny Rieken, der Mörder von Christiane Nytsch und Ulrike Everts, hätte dasselbe mit Hunden und Katzen getan.
In der PETA-Broschüre, die sich an Polizisten, Richter, Staatsanwälte aber auch Pädagogen richtet, seien zahlreiche Statistiken und Studien aufgeführt, die diesen Sachverhalt bestätigen.
„Durch den Versand unserer Broschüren sollen die Berufsgruppen, die mit Straftaten gegen das Tierschutzgesetz konfrontiert werden sensibilisiert und ermutigt werden, mit aller Härte dagegen vorzugehen“, so PETA Deutschland e.V.
Weitere Infos und die Broschüre finden Sie
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